Rhein-Neckar

Mehrere Tatverdächtige ermittelt

Streit wegen eines Mädchens löst Auseinandersetzung mit Angriffen in Wiesloch aus

Archivartikel

Wiesloch.Die Polizei hat nach tumultartigen Auseinandersetzungen in Wiesloch am Donnerstag, 10. September, fünf Tatverdächtige ermittelt. Nach Angaben der Behörde vom Freitag soll ein Streit zwischen zwei 13-jährigen Jugendlichen wegen der Freundschaft zu einem gleichaltrigen Mädchen der Auslöser gewesen sein. Bereits einen Tag vorher sollen die beiden Jugendlichen in einer Tiefgarage in der Tuchbleiche aneinandergeraten sein, wo es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Zuvor war ihr Streit in sozialen Netzwerken ausgetragen worden.

Bei den Auseinandersetzungen am Donnerstag vor einer Woche wurden nach bisherigen Erkenntnissen acht Personen leicht verletzt. Der Streit der beiden 13-Jährigen aus Bulgarien und Syrien hatte sich hochgeschaukelt, als der 38-jährige Vater des syrischen Jugendlichen einen Jungen am Jugendzentrum in der Güerstraße angegangen haben soll. Kurz darauf tauchte eine Gruppe von drei bis vier Personen in der Hauptstraße auf. Sie forderte, dass der 13-jährige Bulgare zum Jugendzentrum kommen solle. Plötzlich habe eine Person aus der Gruppe im Hofeingang auf den Jungen eingeschlagen, woraufhin die Angehörigen ihm zur Hilfe kamen.

Laut dem Bericht zufolge eine Eskalation, bei der Gürtel als Schlagwerkzeug eingesetzt worden sein sollen. Schließlich verlagerte sich die Auseinandersetzung in die Nähe des Jugendzentrums. Als die Polizei verständigt wurde, flüchteten die Täter, wobei sie beim Weglaufen noch Steine aufnahmen und damit auf die Opfer warfen.

Auch Schüsse sollen gefallen sein

Gegen 21.30 Uhr sollen sich an der Hofeinfahrt in der Hauptstraße etwa 15 bis 20 Personen versammelt haben, darunter wohl auch der 38-jährige Tatverdächtige. Mit Stöcken sollen sie auf die Anwohner im Hof losgegangen sein. Dabei sollen auch dort vorgefundene Flaschen und ein Messer eingesetzt worden sein.

Einer der Täter soll in das Wohnhaus eingedrungen sein und dort einer 61-jährigen Frau Tritte ans Bein versetzt haben. Ein 63-jähriger Mann erlitt eine Stichverletzung im Rücken, eine ältere Frau aus dem Nachbarhaus erlitt durch einen Schlag gegen den Kopf eine Platzwunde. Den Zeugenaussagen zufolge sollen auch zwei Schüsse abgegeben worden sein, die Polizei fand am Tatort zwei Patronen für eine Schreckschusswaffe.

Unter den Angreifern sollen neben dem 38-jährigen Vater, auch zwei 18-Jährige und ein 17-Jähriger gewesen sein. Die Tatverdächtigen kommen aus dem Raum Sinsheim und Heilbronn.

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