Rhein-Neckar

Edingen-Neckarhausen Erstes „Dorf-Rock“-Festival im Sportzentrum / Fortsetzung geplant

„Supergirl“ stimmt Superhits an

Archivartikel

Zuschauer, die Spaß an rockigen Riffs und guter Musik haben, waren dort genau richtig: Am vergangenen Samstag ging das erste „große Dorfrock-Festival“ im Sportzentrum in Edingen über die Bühne. Eingeladen war die „Crème“ der regionalen Bands. Da der „Dorf-Rock“ zum ersten Mal stattfand, haben die Organisatoren auf einen guten Musik-Mix bei der Auswahl der Bands geachtet. Die „Greyhounds“ und „Secret Shelter“ mussten absagen. Dafür kam die „Pusch-Band.“

Auf der Dorfrock-Bühne standen als erster musikalischer Taktgeber „Eastbound Train“ mit dem unverwüstlichen „Stips“ und seinen drei Musikern und sorgte mit Metallica- und Credence-Clearwater-Revival-Feeling für Stimmung von Anfang an. Die darauffolgende „Pusch-Band“ war viel mehr als nur ein Ersatz mit ihren Coverversionen bekannter Superhits. „Teamplay“ hatte gefühlvolle Songs dabei. „Je veux“ „Dreamer“, „Corizon espinado“ und „Easy lover“, gesungen von „Supergirl“ „Susi“ Surblys passten perfekt in das Gesamtkonzept des Festivals.

Die „friday underground“ spielten ihre alten und neuen Eigenkompositionen. Helmut Knopf von „Knopf Music“ mit seiner „Pink Floyd“-Keyboard-Show und die letzte Band des Abends „ColorJET“ begeisterten spätabends immer noch zahlreiche Zuschauer.

Jugendsozialarbeiter Werner Kaiser und Erzieher Arne Heid hatten „schon im Vorfeld mit einigen Problemstellungen zu kämpfen, aber vor allem geht es darum, die Künstler unserer Region in der Corona-Krise zu unterstützen,“ betonte Kaiser. Über 200 Eintrittskarten plus Ausfüllbogen lagen bereit. Nach gültigen Hygiene-Vorschriften, die vorbildlich eingehalten wurden, war Platz für gleichzeitig rund 90 Personen. Beim Verlassen des Platzes mussten die Karten für neue Gäste abgegeben werden. Ordnungskräfte vom „KIEN“ und dem Jugendzentrum überwachten das Ganze. Die emsige Jugendrätin des JUZ, Yasmin Jerbi, war für den Backstage-Bereich der Musiker verantwortlich.

Alles in allem fanden mehr als 200 Musikfans über die gesamte Veranstaltung von 13 bis 23 Uhr verteilt, den Weg zum Festival. Das gefiel Marianne Hipp aus Heidelberg. „Bei der tollen Musik und dem schönen Wetter kann ich hier entspannt zuhören“, zeigte sie sich begeistert.

Leichte Anlaufschwierigkeiten bei der Technik trübten den Gesamteindruck nicht. Für Speis und Trank war ausreichend gesorgt. Alle Helfer von Förderverein, JUZ und Jugendgemeinderat überzeugten mit „Küchen-Großmeister“ Alfred von der Laan am Herd.

Gegen 23 Uhr war Schluss. Ein müder, aber „sehr zufriedener“ Werner Kaiser musste noch bis spät in die Nacht mit seinen Helfern alles abbauen. Fazit: Eine Fortsetzung soll laut Kaiser „im nächsten Jahr im Mai mit derselben Truppe und den gleichen Bands erfolgen“. Die Einnahmen kommen dem Jugendgemeinderat zugute. Die „Pusch-Band“ legte noch einen „Hunderter“ drauf.

Nächste Veranstaltung des JUZ ist am 7. November im Jugendzentrum. „Autumn-Rock“ mit drei Nachwuchs-Bands steht auf dem Programm.

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