Rhein-Neckar

Tarifkonflikt

Tarifeinigung für Mitarbeiter im Rhein-Neckar-Verkehrsbetrieb

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die rund 2200 Beschäftigten beim kommunalen Verkehrsbetrieb Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen erhalten bald mehr Geld. In der fünften Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern wurde am Samstag eine Einigung über einen Tarifabschluss erzielt, wie beide Seiten bestätigten. Dabei wird der Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes in großen Teilen übernommen und hier und da zusätzlich noch etwas aufgestockt.

So erhalten die Arbeitnehmer zum 1. April 2021 insgesamt 1,4 Prozent mehr Geld, mindestens aber 60 Euro, in unteren Gehaltsgruppen mindestens 70 Euro. Zum 1. April 2022 sollen eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent und mindestens 70 Euro folgen. Auszubildende erhalten 2021 und 2022 jeweils 25 Euro mehr. Darüber hinaus bekommen die RNV-Beschäftigten eine Corona-Prämie von 700 Euro ausgezahlt, Auszubildende dürfen hier mit einem Bonus von 300 Euro rechnen.

Weitere Verbesserungen für die RNV-Mitarbeiter sind beispielsweise, dass Überstunden im Fahrdienst vom 1. Juli an ab der ersten und nicht mehr ab der 15. Minute gezahlt werden sollen. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird von bisher jeweils 50 auf jeweils 80 Prozent des Monatsbruttolohns angehoben.

Für die Beschäftigten beim RNV war gesondert verhandelt worden, weil hier ein Haustarifvertrag gilt. Bereits vor einer Woche hatten die Tarifparteien eine Einigung für rund 6400 Beschäftigte bei den kommunalen Verkehrsbetrieben in Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, Esslingen und Heilbronn erzielt und sich auf die Übernahme des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst geeinigt. Nach diesen beiden Einigungen ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg nun beendet.

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