Rhein-Neckar

Rhein-Neckar Bis Mitte März könnten alle über 80-Jährigen im Kreis ihren vollen Schutz gegen Corona bekommen haben

Teams schaffen bis zu 1000 Impfungen am Tag

Archivartikel

Schon Mitte Dezember hat der Rhein-Neckar-Kreis die Altenwohn- und -pflegeeinrichtungen wegen der bevorstehenden Impfung gegen Corona angeschrieben. Deren Betreiber kümmern sich um den notwendigen Papierkram, holen das Einverständnis der Bewohner und bei Bedarf auch von deren Betreuern ein und melden das alles digital an das Gesundheitsamt des Kreises. Während die ersten Heime bereits eine erste Impfung ihrer Bewohner hinter sich haben, warten andere noch auf einen Termin.

So zum Beispiel Steve Kühny vom Haus am Seeweg in Heddesheim. Bis alle über 80-Jährigen im Rhein-Neckar-Kreis geimpft sind, wird es noch ein wenig dauern. Wie das Gesundheitsamt des Kreises auf Anfrage mitteilt, können aktuell im Zentralen Impfzentrum Heidelberg sowie durch dessen mobile Impfteams bis zu 1000 Impfungen täglich durchgeführt werden. Tatsächlich waren es seit dem 27. Dezember im Schnitt rund 640 an einem Tag.

Im Rhein-Neckar-Kreis leben nach Angaben des Statistischen Landesamtes (Stand 2019) rund 36 000 Menschen über 80. Selbst bei voller Ausschöpfung der Kapazitäten würde es also 36 Tage dauern, bis alle Betroffenen an der Reihe waren, und zwar zum ersten Mal. Rechnet man auch die zweite Runde hinzu, kommt man bereits auf rund zehn Wochen. Während die Zahl der Neuinfektionen, der Todesfälle und der Genesenen im Kreis täglich veröffentlicht wird, gibt es von den erfolgten Impfungen keine tagesaktuellen Angaben. Lediglich die Gesamtzahl der in Baden-Württemberg geimpften Personen ist dem täglichen Lagebericht des Landesgesundheitsamtes zu entnehmen.

Dass das Thema Impfen die Menschen interessiert, zeigt der Andrang bei der Corona-Hotline, wo das Gesundheitsamt vermehrt Anrufe rund um das Thema Impfung erhält. Eine Terminvereinbarung ist allerdings ausschließlich unter www.impfterminservice.de oder telefonisch unter der Rufnummer 116 117 möglich, wie die Behörde auf Anfrage betont.

Informationen zum Impfprozess selbst sind über eine spezielle Hotline des Landes erhältlich. Diese ist unter der Rufnummer 0711/904 39 555 erreichbar. Wegen des großen Andrangs ist jedoch sowohl bei den Angeboten im Internet als auch bei den telefonischen Ansprechpartnern mit Wartezeiten zu rechnen.

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