Rhein-Neckar

Schriesheim Organisationsprobleme beim Martinsumzug

Theaterstück zum Abschluss

In diesem Jahr war beim Martinsumzug in der Kernstadt sprichwörtlich der Wurm drin. So sahen es jedenfalls die Organisatoren, der Verkehrsverein. Als vor dem Start gegen 18 Uhr der Regen nicht weniger wurde, im Gegenteil sich noch verstärkte, dachte man daran, den Umzug abzusagen, doch dazu war es bereits zu spät. Ein anderes Problem machte dann den Helfern des Verkehrsvereins weiter zu schaffen. Der untere Schulhof, auf dem die Geschichte des Heiligen dargestellt werden sollte, war vom Ordnungsamt nicht abgesperrt worden, die Autos standen dort wie gewohnt.

Zwar hatte das Ordnungsamt dort ein Schild platziert, das aber so klein und unscheinbar war, dass es von niemanden wahrgenommen wurde. Warum der Verkehrsverein in diesem Jahr vom oberen zum unteren Schulhof ziehen wollte, lag an der Baustelle und der Enge, die vom Zug passiert werden musste. Kurz nach 18 Uhr setzte sich der Zug vom Schillerplatz allmählich in Bewegung. Angeführt vom Heiligen Martin, personifiziert durch Katja Nicklaus, auf ihrem Wallach "Leo", folgten ihm die Laternentragenden Kinder. Den Abschluss des Zuges machten die Musiker des Posaunenchors, die es sich auf einem Wagen bequem gemacht hatten. Sie stimmten zum "Laterne, Laterne" und zu weiteren Martinslieder an, doch der Gesang war etwas zurückhaltend.

Von der Schillerstraße bog man in die Heidelberger Straße ab und gelangte so zum oberen Schulhof, wo die Bühne für das kleine Theaterstück, das die Geschichte des Heiligen erzählt, aufgebaut war. Den Heiligen Martin spielte Martin Fallenbüchel und den Bettler Maximillian Müller. Erzähler und Moderator war Joachim Müller. Nach dem Spiel und einem gemeinsamen Singen durfte sich jedes Kind ein Martinsmännchen abholen. greg