Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Interkommunale Tour mit rund 100 Teilnehmern zum Abschluss der bundesweiten Aktion Stadtradeln / Rhein-Neckar-Kreis auf Rang vier

Tonnenweise Kohlendioxid gespart

Mit häufigerem Radfahren das Klima schützen: Bei der jüngsten Aktion „Stadtradeln“ haben 1032 Kommunen mitgestrampelt. Von A wie Aachen bis Z wie Zuzenhausen. Unter den 36 Städten und Gemeinden aus dem Rhein-Neckar-Kreis (bundesweit Rang vier) beteiligten sich sechs aus dem Verbreitungsgebiet dieser „MM“-Ausgabe. Gelungener Abschluss des dreiwöchigen Kilometersammelns zum Kohlendioxidsparen: Bürgermeister und Gemeinderäte führten eine „interkommunale Radtour“ mit knapp 100 Teilnehmern durch vier Kommunen an (wir berichteten kurz am Samstag).

Der Startschuss fiel in Heddesheim. „Weil ich die Aktion gut finde und leidenschaftlicher Radfahrer bin“, erklärte der örtliche Polizeipostenleiter Martin Jost, warum er dabei war. Er sorgte für sichere Straßenquerungen bei der Abschlusstour. 500 Kilometer hat allein er zur Bilanz Heddesheims beigetragen. Wie Rathausmitarbeiter Bernd Prägert mitteilte, haben insgesamt 103 Radler genau 22 381 Kilometer geschafft: Das bedeutet kreisweit Platz 16 für Heddesheim. „Wir sind nach unserer Premiere sehr zufrieden mit dem Platz im guten Mittelfeld“, sagte Prägert. „Das Rad kommt nie aus der Mode, und Klimaschutz ist ein guter Anreiz, sich aufs Rad zu setzen“, fand Karin Hoffmeister-Bugla, die als Stellvertreterin des verreisten Bürgermeisters alle Teilnehmer vor dem Rathaus begrüßte.

Ladenburg landete auf Rang drei. „Ich bin beeindruckt von der Zahl der Teilnehmer dieser Tour: Das ist ein faszinierendes Bild und ein fantastisches Statement für das Fahrrad“, erklärte Bürgermeister Stefan Schmutz in der Stadt mit den meisten Teilnehmern (606) und den meisten Kilometern: 31 Teams, allen voran, Carl-Benz-Gymnasium (CBG), Freie Wähler und LSV-Sportverein erzielten 82 000 Kilometer. Nach Radkilometern pro Teilnehmer liegt Ladenburg sogar auf Rang eins im Kreis. „Die ortsübergreifende Fahrt zum Abschluss ist eine exzellente Idee“, lobte Jürgen Frank.

Ergebnisse auf dem Smartphone

„Ich fahre gerne Rad und will ein gutes Vorbild abgeben“, sagte Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz. Ilvesheim (Rang 20) werde das Feld 2020 von hinten aufrollen. Ladenburg habe es als Schulstadt leichter als andere. So sei sein Sohn für das CBG mitgefahren. Aus seiner Gemeinde war Margarete Zitzelsberger dabei. „Weil ich Radfahren für die optimale Fortbewegung halte: schneller und bequemer als zu Fuß.“ Auf ihrer Smartphone-App las sie ab, dass Franky Kaiser 673 Kilometer zu den knapp 15 000 Kilometern der Inselgemeinde beigetragen hat. Edingen-Neckarhausen kam auf Rang elf. „Ich möchte als Bürgermeister mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass es eine gute Aktion ist“, erklärt Simon Michler bei der Rast an der Fischkinderstube. „Die Aktion Stadtradeln hat eine große Bedeutung, denn sie schafft ein Bewusstsein dafür, das Auto öfter einfach mal stehenzulassen. Und sie zeigt, was an kleinen Strecken mit dem Rad zustande kommt“, erklärte Vivien Müller, Umweltbeauftragte der Doppelgemeinde, die rund 28 000 Kilometer zum Erfolg beitrug.

Ziel war in Dossenheim (Rang zehn). „Ich mache gerne mit, weil es Spaß macht und außerdem gut für Umwelt und Gesundheit ist“, erklärte Bürgermeister David Faulhaber an der Alten Waage und kündigte eine Abschlusstour auch für 2020 an. Der Ortsteilverein Schwabenheimer Hof reichte Getränke. Der dreijährige Julian machte auf dem Kindersitz des Rades seiner Mutter Melanie Stauch mit, die 120 Kilometer zu Dossenheims 33 000 Kilometer beisteuerte: „Weil ich es gut finde, CO2 einzusparen und es mir Spaß macht, Rad zu fahren.“ Hirschberg belegte Rang 17. Die Abschlussveranstaltung findet am Samstag, 13. Juli, in Neckargemünd statt.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/neckar-bergstrasse

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