Rhein-Neckar

Hirschberg Film über Extremkletterer im Olympia-Kino

Über dem Abgrund

Archivartikel

Die 1000 Meter hohe Steilwand des El Capitan im Yosemite-Nationalpark ist selbst für Kletterer, die sich auf technische Sicherungen verlassen, ein wahrer Alptraum.

Dass es Alex Honnold 2017 gelang, die Route ganz ohne Sicherung in drei Stunden und 56 Minuten zu meistern, ist eine Sensation. Wie bezwingt man einen solchen Meilenstein? Wie geht man mit der Angst um? Der kleinste Fehler hätte ihn das Leben kosten können.

Die Dokumentation des Ehepaars Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin taucht in die Psyche des Kletter-Stars ein, zeigt seine unermüdliche, wochenlange Vorbereitung, während der er lernte, den Weg auswendig zu begehen, sozusagen zu visualisieren, bevor er ihn tatsächlich ging. Für die spektakulären Bilder sollten die Besucher allerdings schwindelfrei sein. Bei der Oscarverleihung wurde „Free Solo“ als Beste Dokumentation ausgezeichnet.

Honnold begann im Alter von elf Jahren mit dem Klettern. Mit 18 Jahren brach er sein Studium ab, um sich fortan nur noch auf das Klettern konzentrieren zu können. Bekannt wurde er insbesondere durch Free-Solo- und Speedbegehungen.

Unter anderem gelang ihm innerhalb von knapp sechs Stunden eine Begehung der Kletterroute The Nose an der 910 Meter hohen Felsformation El Capitan im Yosemite National Park in Kalifornien, eine Strecke, für die normalerweise zwei bis vier Tage benötigt werden. Am 6. Juni 2018 bestieg der Kletterer zusammen mit Tommy Caldwell den El Capitan auf der Nose-Route in weniger als zwei Stunden.

Der Film „Free Solo“, ist am Freitag, 7. Juni, um 18 Uhr im Olympiakino Leutershausen zu sehen. wn