Rhein-Neckar

In Groß-Gerau und Viernheim

Unbekannte sprengen zwei Geldautomaten

Groß-Gerau/Viernheim.Unbekannte haben am frühen Freitagmorgen zwei Geldautomaten in Bankfilialen in Groß-Gerau und Viernheim gesprengt. Wie die Polizei mitteilte, sei gegen 2.30 Uhr zunächst ein Geldautomat in der Straße "Sandböhl" in Groß-Gerau gesprengt worden, zwei Stunden später war dann gegen 4.20 Uhr eine Bankfiliale in der Viernheimer Kettelerstraße betroffen. Zur Sprengung wurden in beiden Fällen Gasflaschen verwendet, die auch an den Tatorten zurückgelassen wurden. In Viernheim musste eine brennende Gasflasche von der Feuerwehr gelöscht werden.

Ob ein Tatzusammenhang zwischen beiden Sprengungen besteht, wird aktuell von der Polizei geprüft. Unklar war neben der tatsächlichen Schadenshöhe zunächst auch, ob die Täter an das Geld der Automaten gelangten.

Die an die Bank anliegenden Häuser wurden sicherheitshalber evakuiert, die Tatorte weiträumig abgesperrt. Nachdem die Feuerwehren vor Ort Gasmessungen durchgeführt hatten, konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben. Auch die Statik der Gebäude wurde überprüft, trug nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch keinen großen Schaden davon. Personen wurden nach Polizeiinformationen nicht verletzt. Die Bewohner des geräumten Wohnhauses konnten am Mittag wieder zurück. 

Der Polizei liegen Hinweise auf drei maskierte Täter vor. Sie sollen mit zwei Fahrzeugen geflohen sein, an denen gestohlene Kennzeichen aus dem Raum Groß-Gerau angebracht waren. Wie eine Polizeisprecherin am Morgen auf Anfrage bestätigte, hatten sich zahlreiche Zeugen bei den Ermittlungsbeamten gemeldet, sodass umgehend - auch unter Einsatz eines Polizeihubschraubers - nach den Tätern gefahndet wurde.

Am Vormittag liefen in Viernheim nach Angaben der Sprecherin noch Bergungsarbeiten. "Da wir nicht wissen, ob unter den Trümmern die beschädigte Gasflasche liegt, müssen wir hier mit großer Vorsicht vorgehen", so die Sprecherin. (mer)

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