Rhein-Neckar

Friedrichsfeld Verein verzeichnet Mitgliederzuwachs / Nachfrage nach Parzellen steigt / 199 Pachtgrundstücke sind in vier Anlagen aufgeteilt

Warteliste für Kleingärten vorerst geschlossen

Archivartikel

Der Kleingartenverein Friedrichsfeld erfreut sich aktuell einer besonders großen Nachfrage. Für die Gärten, die derzeit alle verpachtet sind, stehen die potenziellen Pächter laut Vorstand regelrecht Schlange. Und die Zahl der Mitglieder ist seit Jahresbeginn um 17 gestiegen, wie die Verantwortlichen im Gespräch mit dieser Redaktion berichten.

Sechs Abgängen im ersten Halbjahr stehen zwölf neue Pächter, sieben neue Fördermitglieder und vier neue Partnermitglieder gegenüber. 13 Interessenten befinden sich auf der Warteliste. „Letztere haben wir jetzt erst einmal geschlossen“, erklärt Vorsitzender Christian Schäfer. Die höhere Nachfrage nach Gärten, die der Verein laut Vorstand derzeit verzeichnet, könnte eine Folge der Corona-Pandemie sein. Schließlich fällt für viele der Urlaub flach, dafür suchen sie Möglichkeiten, Zeit im Grünen zu verbringen. Außerdem geht der Trend wohl wieder zum Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten. Darauf weisen die steigenden Mitgliederzahlen hin: Zählte der Kleingartenverein Ende 2019 noch 291 Mitglieder, waren es Ende Juni 2020 bereits 308.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat sich das Vorstandsteam des Kleingartenvereins komplett verjüngt. Vorsitzender ist seither Schäfer, als Vize steht ihm David Großmann zur Seite. Die Kasse wird von Sara Freund geführt, und Schriftführerin ist Sabine Faßler. Aufbauend auf die Arbeit seiner Vorgänger hat das Team in dieser Zeit schon einiges erreicht und steckt voller Pläne für die Zukunft. Christian Schäfer freut sich über die große Unterstützung seiner Vorstandskollegen sowie der Gartenbesitzer. Schließlich könne man nur gemeinsam die Anlage in diesem hervorragenden Zustand halten. Dazu dienen auch gewisse Richtlinien.

Kündigung als letzte Lösung

So sei es beispielsweise nicht gewünscht, einen Garten nur mit Rasen zu bepflanzen oder ihn vielleicht zum „Partygarten“ zu machen. „Dort, wo das nicht befolgt wird, müssen wir die Mitglieder auch schon mal darauf hinweisen“, so Christian Schäfer. Doch der überwiegende Teil halte sich an die Regeln. Funktioniert die Zusammen-arbeit einmal gar nicht, sei eine Kündigung „immer die allerletzte Lösung“. Schäfer: „Wir streben ein vertrauensvolles Miteinander an.“

Gegründet wurde der Kleingartenverein 1928. Er besteht aus vier Anlagen und 199 Pachtgrundstücken, die derzeit alle vergeben sind. Die Anlage 1 mit 38 Gärten befindet sich von der Siedlung kommend noch links vor der Bahnlinie. Die Anlagen zwei bis vier liegen dann auf dem Hauptgelände. Hier steht auch das 1969 gebaute und aktuell verpachtete Vereinshaus. Der angrenzende Spielplatz umfasst 300 Quadratmeter. - ion

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