Rhein-Neckar

Schriesheim Im Waldschwimmbad herrscht ein Andrang wie seit langem nicht mehr / Dies erfordert aber auch Vorkehrungen zur Sicherheit

Wer Rettungsschwimmer werden will, ist herzlich willkommen

Archivartikel

Wochenende. Nach Tagen des Unwetters und des Regens mit kühlen Temperaturen, hat das Maiwetter endlich ein Einsehen und verwöhnt die Menschen an diesem Wochenende mit Sonne pur. Da fällt die Freizeitplanung den Menschen entlang der Bergstraße gar nicht schwer. Die Wege führen fast zwangsläufig ins Schriesheimer Waldschwimmbad.

„Das Wetter muss man ausnutzen. Wer weiß, wann es wieder so schön sein wird?“, überlegt das Oberhaupt einer Familie, die sich bereits am Vormittag mit ihren Kindern auf den Weg ins Schwimmbad macht. „Wir sind früh genug losgefahren, um noch einen der heiß begehrten Parkplätze zu ergattern“, lacht der Familienvater.

Ja, die Parkplätze! Sie sind schnell belegt. Und so steigen viele der Badegäste bereits im Vorfeld zur Sicherheit auf den Drahtesel um.

Auf der Wiese relaxen die Sonnenanbieter. Andere geben sich sportlichen Tätigkeiten wie dem Fußballspielen, einer Runde Schach oder einem Federballmatch hin. Wieder andere genießen das Ambiente bei Kaffee oder kleinen Snacks auf der Terrasse und sehen dabei den Schwimmern zu.

Auf einem Stuhl vor dem Becken macht es sich Bademeister Sven Grahner gemütlich. Doch dieser Schein trügt. Seinen wachen Augen entgeht nichts. „Nicht mit den Schuhen in den Badebereich!“, weist er einen Gast zurecht. Und die Kinder mahnt er, nicht vom Beckenrand ins Wasser zu springen. „Man muss die Augen überall haben“, sagt er.

An diesem Tag sind zwei Bademeister im Einsatz, und über Langeweile kann sich keiner der beiden beklagen. „Wir suchen ganz dringend nach Rettungsschwimmern“, berichtet Grahner: „Es wurden auch schon Anzeigen geschaltet.“ Voraussetzungen? Die Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein und über einen silbernen DLRG-Rettungsschein oder einen Rettungsschein von der DRK-Wasserwacht sowie einen Erste-Hilfe-Kurs verfügen, der nicht älter als zwei Jahre ist. „Wir planen auch aber noch, einen eigenen Kurs anzubieten.“

Was man von einem Rettungsschwimmer erwartet, fasst er kurz zusammen. Geprüft wird einmal das Tauchen in einer Tiefe von mehr als drei Metern und ein Streckenschwimmen über 25 Meter. Wichtig sei auch das Schwimmen und Tauchen mit Kleidung. „Im Notfall muss man angekleidet ins Wasser springen, um den Verletzten zu retten.“

Wer Interesse hat, der kann sich bei Silke Barwig (06203/673532) oder bei Jessica Beuter (0177/5355211) melden.