Rhein-Neckar

Zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Region wegen Unwetter

Archivartikel

Rhein-Neckar.Aufgrund eines kurzen Unwetters am Mittwochabend in Mannheim und der Region ist die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen gerufen worden. Insgesamt rückte sie auf Nachfrage 26 Mal aus. Auch die Polizei hatte mehrere Einsätze zu bewältigen, sagte ein Sprecher der Behörde.

In Mannheim rückte die Feuerwehr insgesamt zehn Mal aus. Hauptächlich war dies wegen umgestürzter Bäume und umherfliegenden, losen Teilen der Fall. Die Polizei berichtete von einem Baum, der auf einen Sattelzug auf einem Autobahnparkplatz bei St- Leon-Rot gefallen war. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Höhe der Sachschäden war am Mittwochabend noch nicht bekannt. 

In Ludwigshafen war die Feuerwehr mit 16 Einsätzen im Stadtgebiet beschäftigt. Insgesamt gingen mehr als 100 Notrufe bei der Leitstelle ein. Nach Angaben der Feuerwehr rückte diese hauptsächlich zu Sturmschäden sowie zur Sicherung des Verkehrsraums aus. Parallel zu den Unwettereinsätzen wurde die Feuerwehr zu gemeldeten Brandmeldeanlagen, Wohnungsnotrufen und zwei Fällen wegen Gasgeruchs alarmiert. Auch hier gab es keine Verletzten zu beklagen.

Im Bereich des Neumayerring in Frankenthal wurde ein Rollcontainer mit Müllsäcken durch den Wind auf ein parkendes Auto geschoben und beschädigt dieses. Auf der L524 in Frankenthal gelangte Folie von angrenzenden Äckern auf die Fahrbahn und musste durch die Polizei beseitigt werden. Insgesamt kam es nach Angaben der Polizei trotz der zum Teil starken Sturmböen nur zu geringen Sachschäden.

Auf der der B 9 in Höhe der Anschlussstelle Speyer-Nord wurde ein Verkehrsschild auf die Fahrbahn geweht. Durch den Sturm wurden Ziegel von einem Hausdach in der Peter-Drach-Straße in Speyer auf einen vor dem Haus stehenden Pkw geweht. Dadurch zersplitterte an dem Pkw die Frontscheibe. Weiterhin entstanden Kratzer und Dellen auf der Motorhaube, dem Pkw Dach und der Beifahrertür. Schaden: 15 000 Euro. Da zu befürchten war, dass weitere Ziegel vom Hausdach fallen, wurde die Feuerwehr verständigt. Bis zu deren Eintreffen wurde die Gefahrenstelle durch die eingesetzten Polizeibeamten abgesichert.

In Edenkoben musste gegen 19 Uhr die Villastraße kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden, weil ein umgefallener Baum quer über der Fahrbahn lag. Am Ortseingang von Venningen rissen Windböen die Seitenwände eines Spargelstandes ab und schleuderten diese auf die Kreisstraße 6.

Tragschrauber wird in Mosbach von Windböe erfasst

Auf einem Flugplatz in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) wurde ein Tragschrauber, eine Art Hubschrauber, kurz vor dem Start von Windböen erfasst, wie die Polizei mitteilte. Dieser überschlug sich in der Folge zweimal, der Pilot wurde leicht verletzt.

Bei der Bundesgartenschau (Buga) in Heilbronn verletzten sich drei Besucher durch herumfliegende Gegenstände leicht, wie eine Sprecherin der Buga sagte. Es seien Kübelpflanzen umgekippt und Sonnenschirme beschädigt worden. Eine Wassershow am Abend wurde abgesagt. Am Donnerstag öffnete die Buga regulär. Es seien den Angaben zufolge keine größeren Schäden auf dem Gelände entstanden.

Unwetterwarnungen aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte gegen 17 Uhr vor Sturm und Windböen in der Region gewarnt. Um 22.30 Uhr wurden die Warnungen aufgehoben. Es wurden in Baden-Württemberg in der Nacht zu Donnerstag im Flachland Böen bis 90 Kilometer pro Stunde gemessen. Der DWD meldete auch für Donnerstag teils stürmische Böen in der Nähe des Bodensees. In der Nacht auf Freitag bringt eine Kaltfront deutlich kühlere Atlantikluft, wie ein DWD-Sprecher sagte. Freitag und Samstag könne es regnen und teils starke Böen geben.