Rheinau / Hochstätt

Rheinau Jahresabschlussfeier des Gewerbevereins / Neue Projekte und eine bedeutende Ehrung auf dem Programm

Angler-Chef Lothar Ney zieht dicken Fang an Land

Träger der Auszeichnung „Rheinau sagt Dankeschön“ für das Jahr 2019 ist Lothar Ney. Dem langjährigen Vorsitzenden des Angelsportvereins 1977 Frühauf Rheinau wurde diese seit 1988 verliehene Würde, längst so etwas wie die inoffizielle Ehrenbürgerschaft des Stadtteils, bei der Jahresabschlussfeier des Rheinauer Gewerbevereins überreicht.

Zahlreiche Mitglieder des Gewerbevereins und Ehrengäste hatten sich zu diesem Anlass versammelt. Ko-Vorstand Michael Lösch begrüßte namentlich den unermüdlichen Helfer Uwe Posin und den bisherigen Vorsitzenden des Gemeinnützigen Vereins, Arthur Vogt. Mit ihm hat der Gewerbeverein in dessen sieben Jahre währender Amtszeit bei vielen Aktivitäten wie Neujahrsempfang, Maibaum und Stadtteilfest erfolgreich zusammengearbeitet.

Und so ist es kein Wunder, dass auch die höchste Auszeichnung des Gewerbevereins, die dieser seit dem 75. Jubiläum der Eingemeindung Rheinaus nach Mannheim 1988 vergibt, einem verdienten Ehrenamtlichen gebührt: Lothar Ney, seit dreieinhalb Jahrzehnten Vorsitzender des Angelsportvereins Frühauf 1977 Rheinau, dessen Leben und Wirken Michael Lösch Revue passieren ließ.

Neys Verdienste um Rheinau sind umso erstaunlicher, als er fernab von hier, in Kaiserslautern, am 5. August 1957 das Licht der Welt erblickte. Der kleine Löwe besuchte jedoch schon die Volksschule auf der Rheinau, bevor er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser absolvierte.

Nach zwei Jahren als Zeitsoldat bei den Fallschirmjägern arbeitete er in den darauffolgenden vier Jahrzehnten bei Firmen, die insgesamt ein Who is Who vor allem der Bauwirtschaft in der Region darstellen, so unter anderem Armbruster, Hoftief, Kneucker, Richard Speer, Altenbach GmbH.

Seit 35 Jahren Vorsitzender

Seit 2014 ist er im Vorruhestand. Doch „Ruhe“ ist eigentlich das falsche Wort. Denn seine Passion ist das Angeln. Bereits im zarten Alter von zwölf Jahren legte er die Fischerprüfung ab. Als sein Vater Rudi mit anderen 1977 den Angelsportverein Frühauf Rheinau gründete, wurde er Jugend-, Sport- und Gewässerwart. 1985 übernahm er den Vorsitz und hat ihn bis heute inne – im 35. Jahr.

In dieser Zeit hat er Herausragendes geleistet. Ende der 1990er Jahre bauten er und seine Helfer in Eigenarbeit das Vereinshaus in Rheinau-Süd, das mit seiner herrlichen Terrasse und dem ausgedehnten Garten längst zu einer guten Stube der Rheinau geworden ist. „Auch wir vom Gewerbeverein sind dort mit unserem Kartoffelfest jedes Jahr gerne zu Gast“, betonte Michael Lösch.

Beliebte Veranstaltungen

Die Veranstaltungen der Angler bereichern das gesellschaftliche Leben des Stadtteils seit vielen Jahren. Der Irische Abend etwa wird derart stark besucht, dass er seit vier Jahren zwei Mal in Folge angeboten wird. Das Fischerfest, zunächst beim Phönix, später auf eigenem Gelände, wurde 2001 zugunsten der Beteiligung am Stadtteilfest aufgegeben.

Ja und dann ist da natürlich das Wichtigste: das Angeln. Seit 2005 ist der „Frühauf“ Pächter des Pfingstbergweihers. Und in dieser Funktion wirkt er – auch in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund NABU – im Sinne der Ökologie: Fischbesatz, Überwachung der Wasserqualität und Rückschnitt der Uferpflanzen gehören zu seinen Arbeiten. Um Rheinauer Schulklassen ökologische Kenntnisse zu vermitteln, ordert der Verein auch schon mal das Ökomobil des Landes.

„Ich freue mich sehr“, bekennt der Geehrte: „Denn es war mir immer ein Anliegen, für die Gesellschaft etwas zu tun und Rheinau zusammenzubringen.“ Und so appellierte er: „Für dieses Ziel müssen wir zusammenhalten und weniger streiten, auch wenn wir natürlich verschiedene Meinungen haben.“

Der Dank des Gewerbevereins ging noch an weitere Aktive: Christoph Hambusch, den Vorsitzenden des Schwimmbadfördervereins sowie Hans-Dieter Reese und die Künstlerin Bettina Mohr.

Dass die Gewerbetreibenden eben nicht nur an Umsatz und Bilanzen denken, das zeigt die karitative Aktion, der sie sich derzeit widmen. Der Konrektor der Rheinauschule, Peter Brauch, hatte Gelegenheit, sein Spendenprojekt zur Schulhofgestaltung vorzustellen, das vom Gewerbeverein unterstützt wird. Die von Schülern gebastelten und zum Verkauf angebotenen Weihnachtssterne fanden großen Absatz.