Rheinau / Hochstätt

Pfingstberg Ein Projekt zu Gast in der Werkrealschule / Innovative Nachwuchs-Gründer gesucht

Aufnahme-Armband hilft Mobbing-Opfern – und überzeugt Jury

Das Gründungswettbewerb-Projekt Start-up BW Young Talents suchte jetzt in der Pfingstbergschule nach einfallsreichen Geschäftsideen sowie den besten Gründern und Start-ups in den Klassen 8 und 9 der Werkrealschule Land. Sieben Teams präsentierten ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury. Das Projekt Start-up BW Young Talents möchte mit seinem Innovation Workshop & Pitch Jugendliche für die Themen Innovation und Gründung sensibilisieren. Als Teil der Landeskampagne Start-up BW wird das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert.

Für die Konzeption und Umsetzung an der Pfingstbergschule war das Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim verantwortlich. An einem Vormittag erarbeiteten die Schüler von Alisa Klaiber in kurzer Zeit innovative Geschäftsideen mit Hilfe von Kreativitätstechniken und anhand eines vereinfachten Business Model Canvas.

Problemlösungen finden

„Ziel des Projekts ist es, Jugendliche mit Hilfe von spezifischen Design Thinking Methoden an die Themen Start-up und Innovation heranzuführen“, sagte Nikolai Schuchna vom Coaching-Team. So erlebten 38 Schüler der Klasse 8 und 9 in diesem Innovationsworkshop die ersten Phasen einer Unternehmensgründung: Probleme identifizieren, Lösungen finden, Geschäftsideen entwickeln, Konzeption des Geschäftsmodells und Präsentation im Elevator-Pitch-Format. Sie lernten ihrer Problemlösungsfähigkeit zu vertrauen, ihren Ideen freien Lauf zu lassen und diese dann zu strukturieren und zu fokussieren, um zu einer umsetzbaren Geschäftsidee zu kommen. Dabei machen sie sich Gedanken über die potenziellen Kunden und den Nutzen ihrer Geschäftsideen für potentielle Kunden.

Wichtige Kriterien waren zudem das Alleinstellungsmerkmal, der Vertrieb und die Werbung. Die kreativen und zukunftsweisenden Lösungen, die die Schülerteams für die von ihnen im Vorfeld identifizierten Probleme fanden, reichten von einem innovativen Laufband für PKW’s, welches Stau vermeidet, über ein Notruf-System für Bürger im ländlichen Raum bis hin zu einem Armband, das im Fall von Mobbing als Zeuge dient vom Team „No2 mobbing“.

Während Natalia vom Team „No2 mobbing“ eher skeptisch war, ob sich ihre Geschäftsidee angesichts von Datenschutz auch durchsetzen lässt, gefiel dem 15-jährige Daniel vor allem die Arbeit in der Gruppe.

„Teamarbeit ist gut bei der Berufsfindung“, glaubte er. Höhepunkt des Tages war der „School-Pitch“: Sieben Schülerteams präsentierten ihre Geschäftsideen in knackigen drei Minuten vor einer externen Expertenjury. Birgit Bender, Berufsberaterin internationaler Bund, HR- Managerin Jutta Braddy sowie Adrian Imparator und Tarek Al-Ayubi, beide Gründer von Enigma-Live Escape, waren nicht nur von den Ideen und Präsentationen der Jugendlichen begeistert, sondern gaben den Teilnehmern auch ein Feedback zur Umsetzung ihrer Geschäftsideen.

Das Team „No2 mobbing“ überzeugte die Jury am meisten und löste damit das Ticket für den Landeswettbewerb.