Rheinau / Hochstätt

Rheinau Angelsportverein feiert im Saal von St. Antonius gelungenen Abend

Breites Spektrum irischer Musik

Archivartikel

Gute Stimmung, viel Beifall für die Band und ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal der Antoniuskirche waren das Ergebnis beim „irischen Abend“ des Angelsportvereins Rheinau. „Wir haben jetzt schon die ersten Vorbuchungen für nächstes Jahr“, sagte sehr zufrieden der Vorsitzende des Vereins, Lothar Ney, der mit rund 50 ehrenamtlichen Helfern diese zwei fast vollkommen ausverkauften Abende stemmte: „Wir mussten in diesem Jahr gleich zwei Abende organisieren, weil sich so viele dafür interessierten.“

Die Hauptakteure, die Band „Waiting for Frank“, sorgte mit ihrer Musik in dem vollen Saal für die entsprechende, passende Stimmung. Die Helfer trugen Speisen und Getränke massenweise an die Tische. „Wir servieren Fisch mit frischem Kartoffelsalat. Den Fisch haben wir selbst paniert, außerdem gibt es einen Guiness-Eintopf. Dazu reichen wir Bier aus Irland und an der Bar irischen Whiskey“, ergänzte der zweite Vorsitzende Björn Kloßas. Jedenfalls war unter den Gästen die Nachfrage riesig. Die Bedienungen kamen kaum hinterher.

„Bei uns geht es sehr familiär zu“, berichtete Ney, dessen Vater den Verein 1977 mit zehn Mitgliedern gründete. Heute gibt es rund 90 Mitglieder, die seit 13 Jahren rund um den Pfingstbergweiher fischen. „Die Jugendarbeit wird groß geschrieben“, meint der Vorsitzende. Viele Veranstaltungen werden gemeinsam organisiert. So gibt es einmal im Monat ein Fischessen im 2002 eingeweihten Vereinsheim. Auch Kurse für den Angelschein werden dort durchgeführt.

Aus einer Laune heraus

Wieder zurück zu dem irischen Abend: Der Saal leuchtete in den Farben Grün, Weiß und Orange – den Farben der irischen Trikolore. „Ich bin ein großer Irland-Freund. Dort war ich schon des öfteren zum Angeln. So entstand aus einer Laune heraus die Idee für diesen Abend, den wir schon seit vielen Jahren organisieren“, erzählt Ney. Die irische Folk-Band „Waiting for Frank“, von der alle Musiker von der Bergstraße stammen, begleitet die Veranstaltung seit 14 Jahren.

Seit 2002 begeistern die fünf Musiker ihr Publikum mit Liedern geprägt von Frohsinn und Tiefsinn, Songs über Abende im Pub, über Piraten, Terroristen und Liebe. Und es schimmert die Sehnsucht und unbändige Freiheitsliebe der Iren immer wieder durch. Zum Repertoire der Band gehören selbstgeschriebene Songs sowie Cover-Versionen – von Amy McDonald über U2 bis hin zu Mark Knopfler. Ebenso spielen die Musiker Stücke zeitgenössischer Liedermacher aus Irland und der ganzen Welt sowie Klassiker.

Und was wäre ein Irish-Folk-Abend ohne mitreißende Trinklieder, die sich mit einfühlsamen Balladen und melancholischen Folkstücken abwechseln? Klar, dass da auch instrumental einiges geboten wurde: Alle fünf Bandmitglieder spielten mehrere Instrumente – von Mandoline und Akkordeon über Bodhran, Percussions und Gitarre bis hin zu Keyboard und Hackbrett. „Angel of Paradise“, „Dance on the ocean“, „Farewell to the Ronda“ oder „The Ferryman“ begeisterten das Publikum. „Das ist einfach tolle Musik“, sagte Zuhörerin Sabine Kowalski über das Konzert. Die Dubliners mit „Dirty old town“ oder Christy Moore mit „Ride On“ und „Motherland“ zeigten die große Bandbreite des Repertoires von „Waiting for Frank“. Vor dem Auge des Zuhörers entstand ein Bild der Insel mit ihren weiten, sattgrünen, manchmal auch kargen Landschaften. „Man fühlt sich so richtig nach Irland versetzt“, ergänzte Kowalski.

„Wir sind froh, dass wir einen solchen Verein, der sich so engagiert, auf der Rheinau haben“, fügte der Ehrenvorsitzende der Karnevalskommission, Georg Wolf hinzu, der sich mit einer roten Kappe unter die Zuhörer gemischt hatte.