Rheinau / Hochstätt

Pfingstberg Zahlreiche Teilnehmer beim Rundgang mit dem SPD-Ortsverein

Bürger fordern einen Zaun um den Spielplatz

Guten Zuspruch trotz Regen und eisigem Wind hat die SPD-Pfingstberg beim Rundgang mit Stadtrat Thorsten Riehle erhalten. Die Anregungen und Wünsche waren vielseitig, unter anderem mehr Geschwindigkeitskontrollen im Stadtteil, mehr Grünpflege und nachbarschaftliches Engagement, mehr Umweltbewusstsein bei den Schülern und auch der Wunsch nach einem Zaun um den Waldspielplatz wurden geäußert.

„Statt das Gestrüpp im Hochbeet am Pfingstbergplatz zu wässern, hätten vor allem die Bäume im heißen Sommer mehr Wasser gebraucht“, ärgerte sich eine Bürgerin. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes fühlten sich nicht zuständig, da Bürgermeisterin Felicitas Kubala eine Fremdfirma mit der Pflege beauftragt habe.

Schwerpunktaktion geplant

Die Bürger würden die Bäume ja gießen, dürften aber aus dem Brunnen auf dem Platz kein Wasser entnehmen, heiß es. Stadtrat Riehle will das mit der Verwaltung klären. Ein Problem für die Anwohner sind auch die volllaufenden Keller bei Starkregen, nicht zuletzt weil die Gullis im Herbst nicht vom Laub befreit würden. Michael Fischer wies zudem auf Gefahren für Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zum Kindergarten oder zur Schule hin, weil Tempo 30 auf der Herbststraße nicht eingehalten werde. Er forderte eine stärkere Überwachung.

Ein großes Ärgernis seien auch die Straßenlaternen, die regelmäßig ausfielen und nicht gewartet würden. Riehle erwiderte, in Kürze werde in Rheinau-Süd eine Schwerpunkt-Aktion durchgeführt. „Ich will mal gucken, ob man das miteinander verbinden kann“. Zu den Straßenlaternen habe die Stadt im letzten Jahr ein Sonderprogramm von 140 000 Euro aufgelegt. Frage sei, wann das hier ankomme, so Riehle.

„Eine Katastrophe“ nannte Anne Kress den Fahrradweg an der Wachenburger Straße. Auf der mit Unkraut bewachsenen Buckelpiste müssten die Radfahrer Slalom fahren. Zugewachsen ist auch der Schulweg von der Wachenburger Straße zur Pfingstbergstraße.

„Während der Kleingartenverein seine Außenanlage pflegt, fühlen sich die Anwohner anscheinend nicht zum Rückschnitt verpflichtet“, bemängelte Reinhard Schmidt. Außerdem fehlten hier Mülleimer, da die Schüler alles fallenließen. Stadtrat Riehle will klären lassen, „ob es sich hier um einen Gehweg oder um einen Wirtschaftsweg handelt“. „Eigentlich wunderschön“ finden die Bürger den offenen Waldspielplatz.

Fehlende Hundekottütenspender

Doch ein Problem seien die freilaufenden Hunde. Stadtrat Riehle stellte fest, dass es hier noch keinen Hundekottütenspender gibt. Der werde allerdings nur aufgestellt, wenn es dafür hier auch einen Paten gibt.

Riehle kann verstehen, dass die Bürger einen Zaun um das Spielgelände fordern. Doch uneinsichtige Hundebesitzer sind nicht das einzige Ärgernis am Waldrand. Anwohner berichteten von wilden Müllablagerungen. „Die Abfallwirtschaft kann das zwar abräumen, doch zwei Wochen später sieht es wieder genauso aus“, befürchtete der Stadtrat. Einzige Möglichkeit, dieses Problem zu beenden, sei ein nachbarlicher Appell an die Verschmutzer. Er werde seinen Bericht weitergeben an die Verwaltung und an den Bezirksbeirat: „Wir bleiben an den Punkten dran, im Frühjahr werden wir noch einmal hierher kommen und schauen, ob sich was verändert hat.“