Rheinau / Hochstätt

Rheinau Nach sechs Jahren gibt Klaus Schäfer die Führung des Fördervereins für das Parkschwimmbad in jüngere Hände

Christoph Hambusch neuer Chef

„Meine Frau und ich bekommen im Juni Nachwuchs“, berichtet der Gewählte: „Und ich möchte, dass meine Tochter in Zukunft auf der Rheinau schwimmen gehen kann.“ Ganz plastisch erläutert Christoph Hambusch, warum er sich für das Parkschwimmbad engagiert. Am Dienstagabend wurde er zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins für die beliebte Freizeiteinrichtung gewählt – und damit zum Nachfolger von Klaus Schäfer, der nicht mehr antrat.

Der 37-jährige Hambusch ist in Bremen geboren und hat in Leipzig studiert. Beruflich ist der promovierte Jurist in einer Anwaltskanzlei für öffentliches Wirtschaftsrecht (Beihilfe- und Vergaberecht) in Mannheim tätig. Seit 2015 wohnt er auf der Rheinau, ist seit 2017 Vorsitzender der hiesigen CDU und seit kurzem für diese Mitglied im Bezirksbeirat.

Wechsel nach sechs Jahren

Klaus Schäfer hatte den Vorsitz sechs Jahre lang inne. Bereits im Vorfeld hatte der 75-jährige Unternehmensberater angekündigt, das Amt in jüngere Hände legen zu wollen. Um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, erklärte er sich bereit, als Beisitzer weiterhin dem Vorstand anzugehören – ein Angebot, das die Mitglieder gerne annahmen.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht zog der scheidende Vorsitzende eine positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. „Vieles wurde erreicht, manches aber auch nicht“, fasste Schäfer zusammen. Unter den Erfolgen erwähnte er den Kauf der Fußballtore, die ausgezeichnet angenommen würden: „Ihre Anschaffung hat sich gelohnt.“

Installiert wurde auch ein Info-Kasten am Pavillon der DLRG. Er kam so gut an, dass künftig ein weiterer am Haupteingang folgen soll. Aber auch die Stadt hat ihren Beitrag geleistet – durch Einbau neuer Durchgangsbecken und durch Gestaltung der Grünflächen im Bad.

Gut angenommen wird das Schnupperschwimmen, das von der DLRG angeboten wird, weniger gut die Boule-Bahn. „Da müssen wir uns etwas überlegen“, bekannte Schäfer. Neu nachdenken will der Verein auch über die Tombola, für die gleich mehrere Vorstandsmitglieder oft tagelang unterwegs sind: „Doch Aufwand und Ertrag stehen in einem ungünstigen Verhältnis“, formulierte Schäfer: „Da kommt mein früherer Beruf als Controller durch.“

Noch nicht erledigt ist der Neuaufbau der Internetseite des Fördervereins; er ist notwendig, weil der bisherige Provider insolvent ging. Größtes, damit aber auch langfristiges Projekt des Vereins bleibt die Neugestaltung des Spielplatzes. Erste finanzielle Zuwendungen sind bereits eingegangen, detaillierte Konzeption und Genehmigung der Stadt stehen jedoch noch aus.

Auch die Installation der Hinweisschilder auf das Bad im Vorort ist noch nicht erfolgt: „Unser Antrag an die Stadt vom August ist offensichtlich in der Ablage P gelandet“, schmunzelte Schäfer. Doch Vereinsmitglied Ulrike Kahlert kündigte an, sich in ihrer Funktion als Bezirksbeirätin darum zu kümmern.

Ebenso unbeantwortet blieb von der Stadt die Forderung des Vereins, Saisonstart und -ende flexibler zu gestalten – und dies, obwohl Fraktionen im Gemeinderat dies unterstützen. Überhaupt zeigte sich Schäfer dankbar, dass die Aktivitäten des Fördervereins auf einem breiten kommunalpolitischen Konsens ruhen: „Die Rheinauer Stadträte von CDU und SPD sowie deren Ortsvorsitzende sind ja bei uns Mitglied.“

Werbung in Seckenheim

In der Diskussion wies Beisitzerin Andrea Rohr darauf hin, dass das Ilvesheimer Freibad in diesem Jahr geschlossen ist: „Diesen Umstand sollten wir nutzen, um speziell in Seckenheim Werbung für unser Bad zu machen“, schlug sie vor. Ulrike Kahlert riet, vor allem in Jugendeinrichtungen wie Kindergärten und Schulen zu werben. So soll es denn nun auch gemacht werden.

Denn ein zentrales Manko des Parkschwimmbades, darauf wiesen in der Versammlung gleich mehrere Teilnehmer hin, sei seine nach wie vor mangelnde Bekanntheit. „Immer wieder“, so berichtete etwa eine Aktive, „sagen Leute, die zum ersten Mal hier sind: Wir haben gar nicht gewusst, dass es hier solch ein wunderschönes Schwimmbad gibt.“