Rheinau / Hochstätt

Vororte Oberbürgermeister Peter Kurz nutzt seine Eröffnungsrede beim Rheinauer Stadtteilfest für wichtige Ankündigungen

Drei Tage feiern – mit dem Umzug als Höhepunkt

Archivartikel

Sophie Koch bringt es auf den Punkt: „Sitzt Du beim Weine/Dann bleibe dabei/Die Frau schimpft nachts um zwei/Genauso wie um drei.“ Den Trinkspruch, mit dem die Weinkönigin aus Schriesheim an der Bergstraße das Stadtteilfest auf der Rheinau eröffnet, nehmen sich die Besucher ganz offensichtlich zu Herzen. Denn drei Tage lang wird im Süden Mannheims kräftig und fröhlich gefeiert. In dieser Zeit wird der Marktplatz im Zentrum des Stadtteils zur Festwiese. Rund 20 Stände von Vereinen, Organisationen und Gewerbetreibenden bieten Speisen und Getränke, auf der Bühne läuft ein buntes Tanz- und Musikprogramm örtlicher Akteure – von Shantys über Blasmusik bis zu Rock und Pop. Zu einer echten Attraktion wird der Abstecher des American Football Teams aus Heidelberg, das vor Ort einen Einblick in diese Sportart gibt.

Höhepunkt des Programms ist der Festumzug gestern Mittag. Fußgruppen und Wagen von Vereinen und Firmen ziehen durch den Ortskern, manche werfen Bonbons – ein Hauch Fasnachtszug, auch dank der Kostüme des AWO-Balletts oder der Gärtnerei Kull; diese holt denn auch wieder den ersten Preis der Jury und damit ein schönes Geschenk zu ihrem 20. Geschäftsjubiläum.

Zur offiziellen Eröffnung begrüßt der Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins, Arthur Vogt, wie jedes Jahr den Oberbürgermeister. „Ich weiß, wie kritisch dies aus Neckarau und Seckenheim beobachtet wird“, scherzt Peter Kurz in seiner Rede, die immer auch aktuelle Standortbestimmung für den Vorort bedeutet.

Das wird sie etwa in Bezug auf den Erhalt des Alten Relaishauses: „Seien Sie versichert, dass wir uns entsprechend engagieren“, sagt Kurz, verhehlt aber auch nicht, „überrascht“ gewesen zu sein über Stimmen im Bezirksbeirat, die gesagt hätten, „wir wollen das nicht mehr.“ Und der OB bekräftigt, dass der Marktplatz 2020 umgebaut wird.

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