Rheinau / Hochstätt

Rheinau Die BASF Siedlergemeinschaft Rheinau-Süd war am Samstag für die Mannheimer Reinigungswoche aktiv

Kampf gegen den Dreck – mit Handschuh und Zange

Archivartikel

Unter dem Motto „Blitzblank“ trafen sich vergangenen Samstag rund 30 Mitglieder der BASF Siedlergemeinschaft Mannheim-Rheinau-Süd sowie weitere engagierte Mitbürger bei schönstem Frühlingswetter. Groß und Klein schwärmten in und um Rheinau-Süd aus, um im Rahmen der Mannheimer Reinigungswoche, ausgerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen Dreck, Müll und Unrat einzusammeln, der in der Natur abgeladen wurde.

Die Helfer gingen engagiert zu Werke. Glaubte Transportfahrer Joachim Storz zunächst, dass er ebenfalls mit Müll aufklauben könnte, sah er sich schnell eines Besseren belehrt: Schon bald klingelte sein Handy fast ohne Unterbrechung – überall mussten Müllsäcke mit seinem Anhänger abtransportiert werden. Die Sammelstellen vor dem Schaukasten und auf dem Marktplatz erreichten beachtliche Ausmaße. Rund 70 Müllsäcke haben die Helfer gefüllt. Zusätzlich fanden sie Abfälle wie Fernseher, Fahrradteile oder zerlegte Schränke. Unappetitlich wurde es auch: Mit Urin gefüllte Flaschen oder Fleisch- und Fischreste zogen sie aus dem Gebüsch.

Kurzzeitiger Glanz

Die Siedlergemeinde hätte eigenen Angaben zufolge noch stundenlang weitersammeln können. „Traurig aber wahr“, heißt es in ihrer Mitteilung. „Es ist schier unglaublich, welche Mengen an Abfall achtlos in der Natur entsorgt werden.“ Für einen kurzen Moment gab es am Samstagnachmittag an manchen Stellen für aufmerksame Beobachter jedoch einige Lichtblicke zu beobachten: „Gefühlt sah der Parkplatz am Rheinauer See noch nie so gepflegt aus wie nach der Putzaktion“, heißt es weiter. Auch der Fahrradweg an der B 36 und der Fußweg an der Lärmschutzwand zwischen Edinger Riedweg und Kreisel erstrahlten demnach zumindest kurzzeitig im neuen Glanz. „Aber leider, nur zwei Tage später, liegt schon wieder neuer Müll in den Grünflächen – es ist frustrierend.“

Beim nächsten Mal, verspricht die Gemeinschaft, „werden wir wieder die Greifzangen schwingen und Müllsäcke füllen – vielleicht finden wir bis dahin noch weitere Menschen, die mithelfen wollen.“ zg