Rheinau / Hochstätt

Rheinau Nach dem Bahnhof im Süden und dem Marktplatz im Zentrum soll auch der nördliche Ortseingang attraktiver werden

Karlsplatz-Umbau nach 2021

Dem Bau des Kombi-Bahnhofs im Süden der Relaisstraße und der Umgestaltung des Marktplatzes im Zentrum soll demnächst der Umbau des Karlsplatzes am nördlichen Ortseingang Rheinaus folgen. Allerdings wird dies aus finanziellen Gründen frühestens 2021 möglich sein. Dies ist das Ergebnis eines vom Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel anberaumten Ortstermins.

Eingeladen und erschienen sind Vertreter der Verwaltung und Bezirksbeiräte mehrerer Fraktionen, Repräsentanten des Gewerbevereins und des Gemeinnützigen Vereins sowie viele interessierte Bürger.

Sie alle erleben hautnah die unbefriedigende Situation: Es besteht keine direkte Beziehung zwischen Bahn und Bus, kein barrierefreier Zugang zu den Verkehrsmitteln, dafür ein unwirtlicher Fahrradständer.

Der Zugang zum Kreisel ist unkomfortabel, ja gefährlich: Passanten wählen den ungesicherten Weg über die Straße, um die düsteren und verschmutzten Unterführungen zu vermeiden. „Vor allem für die Schülerströme ist das gefährlich“, betont Steffi Hagemann, kommissarische Leiterin in der Konrad-Duden-Schule und CDU-Bezirksbeirätin. „Aber auch für die alten Menschen“, ergänzt Ex-Bezirksbeirat Dieter Reese unter Hinweis auf das anliegende Altenheim „Rheinauer Tor“. „Und für die Menschen mit Behinderung“, erinnert Altstadtrat Rolf Schmidt, Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe, die angrenzend ihr Wohnheim unterhält.

„In dem Platz ist gestalterisch Luft drin“, formuliert denn auch Klaus Elliger, Chef des Fachbereiches Stadtplanung. Und dafür hat er entsprechende Pläne dabei. Die Bahnsteige werden barrierefrei, parallel entstehen die Bussteige, damit ein direktes Umsteigen möglich wird.

Unklar ist die Lösung für die WC-Anlage. „Das hängt davon ab, wie stadtweit in diesem Bereich weiter verfahren wird“, erläutert Elliger. „Eine behindertengerechte Toilette ist gerade an dieser Stelle wichtig“, mahnt Bezirksbeirat Wolfgang Göck.

Wege werden sicherer

Sicher ist dagegen, dass der Radstall neu gebaut, der Radweg um den gesamten Platz herumgeführt und auch die Auffahrt von der B 36 her umgestaltet wird. „Es gibt keine Einfädelung mehr, damit wird der Verkehr abgebremst“, erläutert Elliger.

Um auf den Kreisel zu gelangen, sollen die Fußgänger auch nicht mehr die Unterführung nutzen müssen (was sie ohnehin kaum tun), sondern – nun sicher – den direkten Weg nehmen können. Dazu wird auf der Wachenburgstraße ein bananenförmiger Fahrbahnteiler installiert. „Wenn es nach mir geht, können die Unterführungen dann geschlossen werden“, so Elliger.

„Und wann geht es los?“, lautet Löbels zentrale Frage. „Wir müssen warten, bis die RNV mit ihren Arbeiten beginnt“, erläutert Elliger. Doch die hat ein Problem: Das Land hat die Zuschüsse zu Verbesserungen des Nahverkehrs gesenkt. So muss die RNV erst einmal schauen, wo sie die Finanzierung herbekommt. „Wir sind dran“, versichert Michael Winnes, Geschäftsführer der Mannheimer Kommunalbeteiligungen: „Vor 2021 wird das aber wohl nichts.“

Dann kommt auch auf den Gemeinderat die Entscheidung über die Finanzierung der Baumaßnahmen der Stadt zu. Löbel lässt keinen Zweifel daran, dass „seine“ CDU dies unterstützt und er auch auf die anderen Fraktionen hofft: „Das ist immerhin das Tor zur Rheinau.“

Die positiven Nachrichten finden bei den Anwesenden Zustimmung. „Ich bin glücklich, dass die Sache jetzt in die Gänge kommt“, freut sich auch Kurt Kubinski. Sogar der langjährige SPD-Ortsvereinsvorsitzende dankt daher dem „lieben Nikolas“ für seine jetzige Initiative.