Rheinau / Hochstätt

Pfingstberg Projektchor der Immanuel-Pfingstberggemeinde gibt Konzert

Lieder von Schicksal und Glück

„O Fortuna“, so der Titel des Konzertes des Projektchors der Immanuel-Pfingstberggemeinde. Was damit gemeint war, das erläuterte Pfarrer Hansjörg Jörger zur Begrüßung der Gäste beim diesjährigen Konzert. Habe man in den vergangenen Jahren oft zu einer musikalischen Reise durch verschiedene Länder eingeladen, so begebe man sich dieses Mal auf eine Reise durch die Zeit mit Liedern von Glück, der Freude, der Sehnsucht aber auch vom Schicksal.

Und tatsächlich begann das Konzert dann auch sehr eindrücklich mit gleich zwei Liedern, nämlich dem Titellied „O Fortuna“ und „Fortune plango“ aus „Carmina Burana“. Zu den mittelalterlichen Texten hatte Carl Orff 1934 die Musik geschrieben. Ein wahrhaft phänomenaler Auftakt. Begleitet wurde der Chor von seiner Chorleiterin Elena Kleiser-Wälz am E-Piano und der „Akkustik’l Band“ mit Wolfgang Goepfrich und Klaus Schaeffer.

Musicalhits treffen auf Popsongs

Mit „Bridge over troubled Water“ ging es weiter, einem Welthit von Simon und Garfunkel mit der Aussage „Egal was passiert, ich bin immer für dich da“. So setzte sich das Thema während des ganzen Konzertes fort, etwa auch bei „Wunder geschehn“, jenem ersten Solosong von Nena, mit dem sie die Trauer über ihren mit nur elf Monaten verstorbenem, behinderten Sohn verarbeitete.

Dass der Chor auch hervorragende Solisten hat, das zeigte sich gleich drei Mal. Den Auftakt machte Peter Baumgart mit einem wunderschön gesungenen Elvis-Song „Love me tender“. Von Michael Kußmann gab es am Ende von Frank Sinatra’s „My Way“ gar noch eine „Trompetensolo“ und Nina Fischer bezauberte mit ihrer wunderbaren Stimme und „Ich gehör nur mir“ als Sissi aus dem Musical „Elisabeth“ die Zuhörer.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sich dieser Projektchor immer erst ab Januar trifft, um dann im Oktober und November seine Konzerte zu geben. Vor diesem Hintergrund ist die Leistung des Chores und seiner Chorleiterin besonders hoch zu bewerten. Mit dem Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen verbindet man auch ein wenig den Fall der Berliner Mauer, denn er sang es bei einem Live-Konzert nur wenige Monate, bevor die Mauer endgültig fiel.

Dass im Leben nicht immer alles rund läuft, das drückte der Song von Mark Foster „Sowieso“ aus und dass man manchmal einfach nur glücklich sein sollte über das Leben, das gab es bei „Don’t worry, be happy“ zu hören.

Hier durfte das Publikum auch aktiv mitsingen, sehr zur Freude der engagierten Chorleiterin. Zu „Live is Life“ muss man eigentlich nichts sagen, der Song spricht durchaus für sich. Er begeisterte das Publikum, welches sich spontan von den Bänken erhob und fröhlich den Refrain mitsang.

Eigentlich wäre das Konzert hier zu Ende gewesen, doch das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe, welche es mit „Don’t worry, be happy“ auch gerne gewährt bekam. Eine Wiederholung des Konzertes gibt es am Sonntag, 10. November, 17 Uhr wieder in der Pfingstbergkirche.