Rheinau / Hochstätt

Rheinau Phönix feiert zusammen mit Freunden

Parkfestbesucher freuen sich über Bilderbuchwetter

Archivartikel

Das „Parkfest“ beim Rassegeflügelzuchtverein Phönix Rheinau 1928 findet unter einem festen Dach statt. Diesen Anachronismus klärt der Vorsitzende Sascha Unser gleich auf: „Früher haben die Mitglieder gesagt: Wir gehen in den Park, wenn sie die Vereinsanlage betreten haben.“ In der Tat ist die Anlage durchaus mit einem Park zu vergleichen. Alte Bäume werfen einen schönen Schatten, sodass die Besucher des dreitägigen Festes nicht in der prallen Sonne sitzen. „Dann ist es hier viel gemütlicher“, erzählt der langjährige Vorsitzende, Heinrich Haag, der seinen Vorgänger tatkräftig unterstützt.

In der Tat hatten die rund 40 Mitglieder des Vereins alle Hände voll zu tun, bis ihr Fest starten konnte. Da musste eine Woche lang geschuftet werden, ehe das Festzelt wieder auf Hochglanz gebracht war. Seit 1962 besitzen sie die urige Halle, die einmal die Hälfte eines Festzeltes war. „Damals wurde noch stabil gearbeitet. Man muss sich mal überlegen, wie lange es gedauert hat, so etwas aufzubauen“, berichtet Haag.

Viele Gäste, die nach und nach die Halle füllen, kommen schon seit vielen Jahren. „Das liegt daran, dass wir alles selber machen und damit auch vernünftige Preise verlangen können“, weiß der Vorsitzende Unser. Fast schon selbstverständlich gab es als Spezialität gegrillte Hähnchen. „Wer kann das so günstig anbieten?“ stellt der Vorsitzende in den Raum.

„Wir züchten hier fast ausschließlich Hühner der verschiedensten Sorten“, so Unser. Darunter gackern Arten wie New Hampshire, Bielefelder Kennhuhn oder Deutsches Lachshuhn. Mit den Einnahmen aus dem Fest können Reparaturen an der Anlage ausgeführt werden.

Am Abend sorgten die „Moonlights“ aus Kaiserslautern für Stimmung. Sie unterhielten das Publikum mit Schlagern, Oldies, Evergreens aber auch Popmusik, Hits der 80er und 90er Jahre und aktuelle Charts.

Eine Woche brauchen die Helfer , bis alles wieder aufgeräumt und an den vorgesehen Plätzen verstaut ist. Haag bedauert, dass es doch zu wenig Nachwuchs im Verein gibt. „Es ist halt schwer, junge Menschen für die Arbeit mit den Tieren zu gewinnen. Der Aufwand, den man dafür hat, ist einfach zu groß “, sagt der Vorsitzende Sascha Unser. Aber beim Parkfest wurde dennoch erst mal ausgiebig gefeiert. has