Rheinau / Hochstätt

Rheinau Jahreshauptversammlung beim Sport-Club Rot-Weiß

Prudlik geht mit guter Bilanz ins neue Amtsjahr

Archivartikel

Erwin Prudlik bleibt Präsident des Sport-Clubs Rot-Weiß 1952 Rheinau. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung des in Rheinau-Süd ansässigen Vereins wurde der 59-Jährige in seinem Amt bestätigt, das er bereits seit vier Jahren innehat.

In welch ausgezeichnetem Zustand sich der Verein befindet, das zeigte bereits die Tatsache, dass bei dieser Versammlung stolze 97 Mitglieder anwesend waren. „Wir sind daher beschlussfähig“ – die Feststellung konnte angesichts dieser für Vereinsversammlungen ungewöhnlich hohen Zahl natürlich nur humorvoll gemeint sein.

Dem Rechenschaftsbericht des Präsidenten ging die Vorführung eines anspruchsvollen Imagefilms der Fußballfrauen voran. Und das hatte seinen Grund: Die Damen hatten in einem „unwiderstehlichen Endspurt“ (Prudlik) die Meisterschaft errungen. Seither spielen sie in der Landesliga RN und damit auf dem Großfeld. „Das war natürlich zunächst eine erhebliche Umstellung.“

Sorgenkind Fußball-Nachwuchs

Und die Männer? Nachdem die Erste Mannschaft in der Vorrunde 2017/18 noch auf einem Abstiegsplatz stand, zeigte das Team von Chef-Trainer Ralf Eckl in der Rückrunde sein Leistungsvermögen und beendete die Saison auf dem 8. Platz.

In der laufenden Runde konnte das Team zunächst auf dem dritten Tabellenplatz überwintern, danach jedoch ging es bergab. „Man darf auf den weiteren Verlauf gespannt sein“, meinte Prudlik vielsagend. Immerhin stand der Rot-Weiß in der Fairplay-Halbzeitwertung an erster Stelle in der Kreisliga Mannheim.

Und der Nachwuchs? „Die Fußball-Jugendabteilung ist und bleibt ein Sorgenkind“, bekannte Prudlik. Im unteren Altersbereich bis zur C-Jugend sieht es noch gut aus, bei den B- und A-Junioren fehlt es jedoch.

Eine feste Bank sind die Gymnastik-Abteilung sowie die Boccianer: „Sie sind sogar in den Wintermonaten auf ihrer Bahn aktiv.“

Bei der Gestaltung seiner Anlage am Rheinauer See ist der Verein weiter vorangekommen, zwei große Projekte konnten umgesetzt werden: Nach 16 Monaten intensiver Planung sowie mit Zuschüssen des Sportbundes, der Stadt und sogar des Bundesumweltministeriums begann die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED. Das spart fortan bis zu 50 Prozent der Stromkosten und dient natürlich auch der Umwelt: „Dadurch verringern wir den C02-Ausstoß um 8,7 Tonnen pro Jahr“, betonte Prudlik nicht ohne berechtigten Stolz. Sogar RTL drehte darüber vor Ort einen Fernsehbericht.

Sanierung im Clubhaus

Und auch im Clubhaus tat sich etwas: Nach 50 Jahren wurde der Fußboden erneuert – natürlich von ehrenamtlichen Aktiven des Vereins während des Urlaubs der Wirtsleute. „Es war schon eine richtige Knochenarbeit, die verklebten, fast 50 Jahre alten Betonplatten zu entfernen“, berichtete Prudlik den Mitgliedern. Auch die Tür zur Terrasse und die Rollädengurte wurden erneuert.

Als Erfolgsgeschichte erweist sich auch der Internetauftritt des Vereins. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Zugriffe auf die Webseite von 7000 auf 16000 pro Monat mehr als verdoppelt. Angestrebt wird eine Verlinkung auf Facebook.

Doch nicht nur in den sozialen Netzwerken ist der Verein erfolgreich, sondern auch ganz real: Seine Traditionsveranstaltungen laufen routiniert – zum 18. Mal etwa der MVV-Jugend-Cup oder das 13. Joachim-Storz-Turnier für AH-Ü50-Mannschaften. Nicht zu vergessen das Mannheimer Morgen Masters, 2019 zum 25. Mal ausgetragen, auch wenn es just im Jubiläumsjahr auf der Kippe stand – wegen Brandschutzauflagen und Problemen bei der Beschaffung eines Kunstrasens.

Protokollarischer Höhepunkt war die Ehrung der Jubilare mit 50-jähriger Mitgliedschaft: Hans-Jürgen Hau und Wolfgang Kindermann (beide ehemalige Spieler der Ersten Mannschaft), Helga Radewald (85 Jahre und noch in der Gymnastikabteilung aktiv), Elisabeth Drescher (einst Torfrau bei Handballern).