Rheinau / Hochstätt

Pfingstberg Nina Fischer gibt Benefizkonzert für Kinderhospiz Sterntaler

Publikum umjubelt beseeltes Spiel

Als Volltreffer entpuppte sich das Benefizkonzert mit Sopranistin und Harfenspielerin Nina Fischer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfingstbergkirche. Die begeisterten Zuhörer quittierten die genussvolle musikalische Reise voller Kontraste mit zwei Standing Ovations. Die 24-jährige Künstlerin und Kirchenälteste der Pfingstbergkirche wollte sich gerne für das Kinderhospiz Sterntaler engagieren und es kamen bei dem Konzert stolze 1730 Euro zusammen. Unter dem Motto „Lassen Sie sich verzaubern….“ bot Nina Fischer eine große Palette an Musikstilen, von Irish Folk, Musical, Klassik bis hin zur Popmusik. Bei einigen Stücken wurde die Sopranistin von Pianistin Anita Arakilian begleitet.

Zu Beginn präsentierte Nina Fischer, die neben ihrer Schulzeit an der Konrad-Duden-Realschule und ihrem Studium für Gesundheitsmanagement eine klassische Gesangsausbildung genoss, die verschiedenen Facetten der vielseitigen irischen und schottischen Musik.

Nach der träumerischen Einstimmung mit einem gälischen Gruß stellte Nina Fischer dem Publikum ihre irisch-gälische Harfe vor: Unter der englischen Herrschaft war den Iren das Harfe- und Dudelsackspielen ebenso untersagt wie das Gälisch. Nina Fischer entführte die Gäste mit Irlands Wappeninstrument und ihrer wunderschönen und einfühlsamen Stimme bei der modernen Volksballade „Caledonia“ ins ferne Schottland.

Keltische Lebensfreude

Mit drei irischen Stücken führte die Reise zurück zu den Kelten und Wikingern in einem kleinen irischen Küstendorf. Die Einwohner gedachten mit „Ride on“ ihrer gefallenen Krieger. Es folgte eine romantische Weise. Lebendiger wurde die Musik bei dem fröhlichen Lied „Red ist he Rose“, bei dem das Publikum die echte keltische Lebensfreude förmlich spüren konnte. Danach nahm die Sängerin das Publikum mit in die Welt der Klassik und Musical Hits: „Denn Dir gehört die Musik“.

Nach ihrem schwungvollen „Ich hätt‘ getanzt heut Nacht“ jubelte das Publikum. Und wieder griff die Künstlerin zur Harfe: Die verführerische Kombination von Gesang und Harfe sorgte für Gänsehautgefühle – beim gefühlvollen „Don‘t cry for me Argentina“ ebenso wie bei „The power of love“ oder dem mitreißenden Abba-Medley.

Nina Fischers einfühlsamer, samtiger bis jugendlich-dramatischer Sopran und ihr virtuoses, leidenschaftliches, aber auch immer wieder beseeltes Spiel auf der Harfe machten das Programm der Ausnahmekünstlerin zu einem wahren Konzertereignis.

Nach dem strahlenden „Halleluja“ und einem innigen „Amacing Grace“ erhoben sich die Zuhörer zu stehendem Applaus. Erst nach zwei Zugaben durfte die Künstlerin die Bühne verlassen.

Fischer dankte Pfarrer Hansjörg Jörger, der die Kirche kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, den Mitgliedern des Ältestenkreises und dem engagierten Damenteam der Gemeinde für die technische und organisatorische Unterstützung sowie Pianistin Anita Arakilian für die Begleitung.