Rheinau / Hochstätt

Rheinau Bezirksbeirat Losert will Vorgehen gegen Eigentümer

Relaishaus: Kritik an der Stadt

Archivartikel

Als einer von ganz wenigen Rheinauer Kommunalpolitikern plädiert Bezirksbeirat Helmut Losert seit langem für einen Abriss des 2015 großteils abgebrannten Alten Relaishauses. Für dieses Ziel hat er vor der jüngsten Gemeinderatswahl offensiv geworben, bei der er das zweitbeste Ergebnis der Liste MfM (Mittelstand für Mannheim) geholt hat, womit er deren erster Nachrücker für das Stadtparlament ist. Dadurch ermutigt, sprach er in der Bezirksbeiratssitzung das Thema, das nicht auf der Tagesordnung stand, unter Verschiedenes noch einmal an.

Losert kritisierte, dass durch die baulichen Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude seit Jahren zwei Gehwege und ein Radweg blockiert werden – und vor allem, dass die Stadt den Eigentümer dafür nicht zur Kasse bittet. „Jeder Geschäftsmann in der Relaisstraße, der einen Blumentopf vor seinen Laden stellt, muss dafür eine Gebühr zahlen.“

Verantwortung des Besitzers

Die jüngste Antwort der Verwaltung auf die Forderung des Bezirksbeirates nach Haftbarmachung des Eigentümers ist für Losert nicht nachvollziehbar. Die Verwaltung habe argumentiert, dies sei nicht möglich, da aus dem Verhalten des Eigentümers kein Gewinn entstehe, der abgeschöpft werden könne. Dem widersprach Losert: „Wenn das Haus zusammenfällt und das Grundstück vermarktet wird, dann ist das sehr wohl ein sehr rentables Geschäft.“

Zudem fragte Losert, wer bei Personenschäden haftet, die durch Einsturz des Gebäudes entstehen würden. „Wenn die Giebelwand einfällt, kann sie leicht einen Menschen erschlagen.“ Der Leiter der Sitzung, CDU-Fraktionschef Claudius Kranz, sagte eine baldige Antwort zu. tin