Rheinau / Hochstätt

Rheinau Gewerbeverein stellt ein abwechslungsreiches Programm zusammen

Relaisstraße als Flaniermeile

„Das ist schon eine ganz spezielle Veranstaltung – diese lange Nacht der Kunst und Genüsse“, stellte Stadtrat Thorsten Riehle fest, der als Besucher durch den Stadtteil zog und sich von den vielfältigen und sehr abwechslungsreichen Angeboten in den verschiedenen Geschäften überraschen ließ. Da war aber auch Einiges geboten, was die Selbstständigen und Gewerbetreibenden und Kirchen auf die Beine gestellt hatten. Vor einigen Geschäften leuchteten Kerzen. Mancherorts zeigten auch rote Teppiche den Weg in das Geschäft. Manche wie etwa Optik Faust in der Relaisstraße hatten ihre Innenausstattung beiseite geräumt, um den Besuchern Platz anzubieten. Hier übernahm die Band Hoaggelfisch das Kommando. Sie spielten Klassiker von Creedance Clearwater Revival, den Rolling Stones oder der Spencer Davis Group.

Leuchtende Bilder

Gerade als die Band Bad Moon Rising angestimmt hatte fuhr ein Löschzug der Feuerwehr vorbei. Bandleader Oliver Knapp meinte: „So schlimm spielen wir doch jetzt auch nicht, dass die Feuerwehr mit so viel Lärm vorbeifahren muss.“ Der Lacherfolg war auf seiner Seite. Fast untergegangen wäre, dass auch farbenprächtige und melancholische Bilder der Künstlerin Galina Scatova ausgestellt waren. Auf der gegenüberliegenden Seite aus der Pizzeria Riviera erklangen die Italien-Urlaubern bekannten Lieder. Beratung der besonderen Art hatten die Praxis Lebensbaum und Kosmetik Paradise in ihrem Angebot. Produkte aus kaltgepressten Bioölen sind die Markenangebote von Bianka Hausruckinger. Da wurde aber auch Kürbissuppe zu Sekt und Selters gereicht oder es durfte am Glücksrad gedreht werden. Handgefertigte Perlenketten bot Marlies Müller bei Creativ Cosmetic an. „Jede Kette ist ein Unikat“, so die Herstellerin, die perfekt mit Nadel und Faden umgehen kann.

Jürgen Arnold hatte historische Musikinstrumente aus seinem mobilen Museum mitgebracht. Da waren Sackpfeifen, Schalmeien oder barocke Streichpsalter zu sehen. In der Zwischenzeit hatten sich Emile und Silvana von der Tanzschule „Intango“ in Schale geworfen. Sie führten die begeisterten Zuschauer auf eine Reise durch die Welt des argentinischen Tangos. „Man trifft hier immer Menschen, die man lange nicht gesehen hat“, so der Rheinauer Rolf Schmitt. Begonnen hatte die Lange Nacht mit einer Eröffnung in der Versöhnungskirche mit Stadtrat Christoph Hambusch. Die Vorsitzenden des Gewebevereins, Sandrina Künster und Michael Lösch, empfahlen jedem Besucher einen Blick in das „Schaufenster der Selbstständigen auf der Rheinau“. Für die musikalische Note der Eröffnung sorgte die Harfenistin Nina Fischer mit einer herrlichen Sopranstimme.

Fehlte nur noch der Besuch bei Stefanie und Christian Schlott von „Mannheimer Stadthonig“. Hier gab es alles, was süß war. „Wir haben jetzt 27 Völker in der Umgebung, vor allem auf Dächern, aufgestellt, die wir bewirtschaften“, sagte Stefanie Schlott. Hier gab es Honig – mitten aus dem Stadtteil Rheinau. has