Rheinau / Hochstätt

Rheinau CDU-Vertreter zum Gespräch im Polizeiposten

Schwindender Respekt macht Beamten zu schaffen

Frühmorgens, zum Dienstbeginn um 7.30 Uhr, besuchte die Rheinauer CDU mit ihrem Vorsitzenden Christoph Hambusch und dem Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel den Polizeiposten Rheinau.Empfangen wurden sie von der Leiterin des Postens, Barbara Rieger, und von Polizeirat Elmar Hörscher, dem Chef des Polizeireviers Neckarau, dem der Posten Rheinau zugeordnet ist.

Wie Hörisch erläuterte, sind in Rheinau zur Tageszeit acht Polizeibeamte im Einsatz, nur in Ausnahmefällen auch an den Wochenenden. Allerdings ist das Polizeirevier Neckarau rund um die Uhr besetzt.

„Kein Kriminalitätsschwerpunkt“

„Der Stadtbezirk Rheinau ist kein wesentlicher Kriminalitätsschwerpunkt in Mannheim“, betonte Hörisch; er bot an, in einer Bezirksbeiratssitzung die Daten öffentlich vorzustellen und den Bürgern dazu auch Rede und Antwort zu stehen.

Die Rheinauer CDU-Vertreter erkundigten sich auch nach der Zusammenarbeit mit dem „Kommunalen Ordnungsdienst“ (KOD) der Stadt. Diese sei „grundsätzlich gut“, betonten die Polizeivertreter, Missverständnisse darüber, wer im konkreten Falle einschreitet, gäbe es im Mannheimer Süden nicht.

Gesprächsthemen waren außerdem das schwindende subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung, aber auch der abnehmende Respekt gegenüber Polizeibeamten. Die Vertreter der Polizei berichteten etwa, dass sie in ihren Einsätzen zunehmend mit Handys gefilmt würden. Allerdings sei dies natürlich kein spezifisches Rheinauer Problem.

So stand die Frage im Raum: Reichen die vorhandenen Gesetze aus, um Respektlosigkeiten und Angriffe auf die Polizei einzudämmen? „Das Filmen polizeilicher Maßnahmen kann eindeutig eine Störung von Amtshandlungen sein, die bereits nach den bestehenden Bestimmungen geahndet werden kann“, meinte Egon Manz, stellvertretender Vorsitzender der CDU und lange Personalratsvorsitzender der Mannheimer Polizei: „Und außerdem haben auch Polizeibeamte Persönlichkeitsrechte, die es zu schützen gilt.“ -tin