Rheinau / Hochstätt

Rheinau Männergesangverein 1896 feiert Jubiläums-Schlachtfest

Seit zehn Jahren "Schwein gehabt"

Er hat in diesen Tagen viel Grund zur Freude, der Männergesangverein 1896 Rheinau. Nicht nur, dass es ihm gerade gelungen ist, doch noch einen Vorstand zu wählen und damit seiner Auflösung zu entgehen (wir haben berichtet); darüber hinaus kann er morgen sogar ein kleines Jubiläum feiern: Zum zehnten Mal lädt er zu seinem Kerwe-Schlachtfest ein.

Die Veranstaltung wurde 2008 von dem damals gerade ins Amt gekommenen Vorsitzenden Jürgen Ruf gegründet. Als Termin wählte man das traditionelle Datum der Rheinauer Kerwe, nämlich im Oktober. Dieses alte Fest, das auf der Rheinau jedoch bereits seit vielen Jahren ausgestorben war, wiederzubeleben, das galt nämlich als ein Ziel der neuen Veranstaltung.

Das andere war, eine gesellige Veranstaltung ins Leben zu rufen, deren Einnahmen dem Verein helfen, auch bei zurückgehenden Mitgliederzahlen sein Wirken zu finanzieren. Ort der Veranstaltung wurde der Gemeindesaal der Evangelischen Versöhnungskirche, der über eine ausreichend große und gut ausgestattete Küche verfügt.

Die Premiere erfolgte am 11. Oktober 2008. Und der Andrang war groß; die Speisen - bis heute wahlweise Schlachtplatte oder Wellfleisch - stellten offenbar eine ausreichende Anziehungskraft dar. Ein Rahmenprogramm war angesichts dessen gar nicht nötig - und auch nicht möglich. Denn sämtliche Aktive sowohl des Frauen- als auch des Männerchors waren in der Küche oder als Bedienungen im Einsatz.

Nur einen Programmpunkt gibt es doch: ein Ratespiel. Zu diesem Zweck ist an der Decke ein Schwartenmagen platziert, dessen Gewicht die Besucher zu schätzen haben. Wer dem tatsächlichen Wert am nächsten kommt, der darf diesen Schwartenmagen mit nach Hause nehmen. Gleiches gilt für die ebenfalls an der Decke prangenden Trostpreise, etwa die Griebenwürste.

Im Lauf der Jahre erarbeitete sich die Veranstaltung so eine treue Fangemeinde. Insofern wollten die Aktiven auf sie auch nicht verzichten, als zu Beginn dieses Jahres zunächst kein Vereinsvorstand gefunden werden konnte. Der Frauenchor nahm die Sache in die Hand, Sonja Bauer fungierte als Ansprechpartnerin. Dass sie morgen die Gäste sogar als neue Vorsitzende begrüßen wird, das war nicht abzusehen, als sie mit der Organisation des Festes begann.