Rheinau / Hochstätt

Rheinau-Süd Dritte Fackel- und Taschenlampen-Wanderung der Siedlergemeinschaft / 300 Teilnehmer gezählt

Singend um den See

Was in Mannheim drei Mal passiert, so eine Weisheit in der Quadratestadt, das ist Tradition. Insofern hat sie inzwischen endgültig diesen Status erreicht – die Fackel- und Taschenlampen-Wanderung der BASF-Siedlergemeinschaft Rheinau-Süd rund um den Rheinauer See. „Unsere Schlussläufer, an denen die Teilnehmer vorbeigetogen sind, haben 300 Teilnehmer gezählt“, freut sich Vorsitzender Hans Held.

Gemäß dem satzungsmäßigen Ziel ihres Vereins, die Menschen in Rheinau-Süd zusammenzuführen, überlegt der 2017 ins Amt gekommene neue Vorstand der Siedler, wie er das erreichen kann. Schatzmeisterin Christine Kubitza hat die Idee zu einer Wanderung mit Liedern und Lichtern um den örtlichen See.

Die Premiere 2017 wird ein Erfolg – ebenso die dritte Folge in diesem Jahr. Punkt 18 Uhr ist der Treffpunkt, der Marktplatz von Rheinau-Süd, gefüllt. Gegenüber, vor der Sparkasse, werden gegen eine Gebühr von zwei Euro die Fackeln ausgegeben. Organisator Sascha Sigl gibt letzte Hinweise für deren Benutzung. „Die Fackelträger laufen am Rand, die Fackeln in der rechten Hand und gerade halten.“ Damit ja nichts passieren kann, laufen am Schluss der Marschierenden Leute aus dem Verein in Rettungswesten, mit Feuerlöschdecken, Feuerlöschern und Eimern für die abgebrannten Fackeln. „Im letzten Jahr waren wir noch lange unterwegs und damit beschäftigt, sie einzusammeln“, berichtet Held.

In diesem Jahr in zwei Gruppen

Der besseren Übersichtlichkeit und damit der größeren Sicherheit dient auch, dass die Menge in diesem Jahr in zwei Gruppen aufgeteilt wird. Eine läuft mit Hans Held rechts herum Richtung Atterseestraße, die andere mit seinem Vize Jürgen Haller links am SC Rot-Weiß vorbei.

Auf Brühler Ufer des Sees treffen sich beide Gruppen mit einem großen Hallo und setzen, aneinander vorbei marschierend, ihren Weg fort. Und es ist einfach ein ganz besonderes Bild auf dieser Strecke, auf der keine Straßenlaternen „stören“ können, von weitem Fackeln und Taschenlampen leuchten zu sehen.

Doch es soll ja nicht nur gelaufen, sondern auch gesungen werden. Schon auf dem Marktplatz geht es los: Begleitet von Monika Kress am Akkordeon und Hubert Ogon an der Gitarre, intonieren die Anwesenden „Kein schöner Land“ – welch passenderes Motto für diese Kulisse und diesen Ortsteil könnte es geben.

Nach gut einer Stunde kehren die Gruppen zum Ausgangspunkt im Ortskern zurück. „Und dies zu unserer Überraschung zeitgleich“, wie Hans Held schmunzelnd berichtet.

Im Garten des Siedlerheims „Seeblick“ warten derweil Aktive der Siedlergemeinschaft bereits mit der Stärkung: Würstchen und Stockbrot, das die Kinder an den entzündeten Lagerfeuern selbst backen können, Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kleinen.

„Auch das dritte Mal ist rundum gelungen“, bilanziert Hand Held: „Eine tolle Stimmung.“ Was auch dem optimalen Wetter ohne Regen zu verdanken ist. Aber wie heißt es ja: Das Glück ist mit den Tüchtigen.