Rheinau / Hochstätt

Rheinau Mannheimer Runde spendet Quartierbüro 1800 Euro für Deutschunterricht an Grundschule

Sprachförderung vorerst gesichert

Spende als „Notfinanzierung“: Die Initiative Mannheimer Runde hat einen Betrag über 1800 Euro an das Quartierbüro Rheinau für die Sprachförderung an der Grundschule gesammelt. „Es ist uns wichtig, dabei zu helfen, Kindern gleiche Chancen in der Gesellschaft zu ermöglichen. Sprache ist dabei die Grundvoraussetzung, deshalb sind wir jetzt eingesprungen, um das wichtige Projekt zu stützen“, begründete Vorstandsmitglied Thorsten Riehle bei der Scheck-Übergabe die Bereitschaft der Mannheimer Runde, die Sprachförderung für Erstklässler an der Grundschule Rheinau ein weiteres Jahr zu sichern.

Angebot an Erstklässler

Wie von der verantwortlichen Projektleiterin der Caritas, Christiane Rudic bei der Spendenübergabe im Quartierbüro zu hören war, stellt die Förderung durch die Mannheimer Runde eine echte „Notfinanzierung“ dar, die der Schule nun etwas Luft gebe, um das laufende Schuljahr abzudecken und nach neuen Möglichkeiten der Finanzierung dieser Maßnahme zu suchen.

Laut Christiane Rudic richtet sich das Angebot an Erstklässler, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen, entweder weil sie erst kürzlich in die Bundesrepublik gekommen sind oder weil zu Hause kein Deutsch gesprochen wird. Nach dem regulären Unterricht erhalten diese Kinder in Kleingruppen von sechs Teilnehmern zwei Stunden pro Woche zusätzlichen Deutschunterricht.

Insgesamt nehmen zwölf Kinder aus allen vier ersten Klassen teil. Sie stammen aus der Türkei, aus Rumänien, Polen, Spanien, Italien und Syrien. Anhand von wiederkehrenden Spielen erweitern die Kinder unter Anleitung von Sprachförderkraft Annabelle Edinger ihren Wortschatz und erzielen schnell kleine Erfolge. Da die Gruppen vom Sprachniveau her eher gemischt sind, profitieren die Kinder mit geringem Wortschatz von denen mit größerem Wortschatz. Für andere Gruppen gibt es über das Quartierbüro ebenfalls verschiedene Angebote für Grundschüler der zweiten bis vierten Klasse sowie speziell für Frauen. Diese werden allerdings anderweitig finanziert.

Hocherfreut über die Spende der Mannheimer Runde zeigte sich auch Stefanie Paul. Die bei der Caritas für Arbeit, Migration und Soziales zuständig Abteilungsleiterin bedankte sich bei der Mittelstandsvereinigung für die willkommene Hilfe in letzter Minute.

Nur durch diese Zuwendung habe die Maßnahme gerettet werden können. Riehle gab das Lob postwendend zurück: „Wahnsinn, was hier für einen relativ kleinen Betrag alles geleistet wird. Da spendet man gerne, wenn mit wenig Geld viel bewegt wird.“ mai