Rheinau / Hochstätt

Süd/Rheinau Dienstagsgruppe des SC Rot-Weiß nach erzwungener Corona-Pause wieder aktiv

Tolle Truppe schafft „fer umme“

Archivartikel

Krisen brauchen Ideen – und die sprießen derzeit überall, etwa beim SC-Rot-Weiß Rheinau: Aufgrund der Corona-Pandemie musste die seit 22 Jahren bestehende Dienstagsgruppe des Vereins erstmals sechs Wochen lang ihren Arbeitseinsatz unterbrechen. Nach Rücksprache mit der Stadt und einer Genehmigung durch den Fachbereichs Sicherheit und Ordnung konnten die Helfer – unter Einhaltung sämtlicher Auflagen – ihre Arbeit nun wieder aufnehmen.

Im Einsatz auf der Anlage

Die Dienstags-Arbeitsgruppe – oder auch Instandhaltungsgruppe – wurde von Hans-Jürgen Storz, Ehrenmitglied und ehemaliger Hauptkassier, 1998 ins Leben gerufen. Sie besteht aus Rentnern, die fast alle auch Mitglieder der Altherren-Abteilung sind. Von Anfang März bis Anfang Dezember sind sie jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr auf der Winfried-Höhn-Sportanlage im Einsatz, die tolle Truppe hält die Vereinsanlage stets in einem tipptop gepflegten Zustand, was selbstredend auch Gästen und Besuchern auffällt, die diese Arbeit denn auch oft loben.

Stehen Veranstaltungen bevor, werden von der Truppe auch Sondereinsätze gefahren. Initiator Hans-Jürgen Storz ist der Vorarbeiter (auf gut Mannemerisch: „de Kappo“), er begeht im Vorfeld die Sportanlage und inspiziert, welche Arbeiten am dringlichsten zu erledigen sind und bereitet sie oft schon zuhause vor.

Entsprechend den Fähigkeiten jedes Helfers wird der dann auch bei den Arbeiten eingesetzt. Bei schlechtem Wetter arbeitet die Dienstagsgruppe nicht draußen, stattdessen erledigen die Helfer dann das, was in Räumen und unter Dächern weggeschafft werden muss. Aktuell sind 20 Männer im Alter von 61 bis 85 Jahre bei der Truppe, die erfreulicherweise auch von drei Frauen unterstützt wird. Die Aufgaben reichen von der Pflege der Außenanlage bis zur Vorbereitung von Freiluft-Veranstaltungen.

Als die Idee aufkam, auch Sitzplätze vor dem Kunstrasenplatz zu schaffen, nahm man ein Angebot der evangelischen Martinsgemeinde dankend an: Die dort vor dem Gemeindehaus verlegten Verbundsteine wurden von den Dienstagshelfern herausgenommen und mithilfe des Containerdienstes Fuchs auf das RW-Gelände transportiert und als Grund für die Sitzbänke neu verlegt.

Vieles haben die Helfer schon geleistet, unter anderem einen gespendeten Carport ab- und auf der Anlage wieder aufgebaut, zwei Boccia-Bahnen sowie das große Dach über den Containern, Garagen und Kühlhaus unter der Leitung von Josef Kapolka errichtet. Thomas Hafner, Mitglied bei den Alten Herren des Vereins und Inhaber der Firma Fuchs, stellt dem SC Rot-Weiß Container zur Verfügung und sorgt unentgeltlich für die Entsorgung der beispielsweise von Grün-Schnittgut und Abfall aller Art, der so viel Geld spart.

Essen als Dankeschön

Als Dank für diese vielseitige Unterstützung lädt der Verein zum Abschluss jedes Arbeitsjahres stets alle Helfer zum gemeinsamen Essen ins Rot-Weiß Clubhaus ein. Das soll auch in diesem schweren Jahr, sofern irgend möglich, Tradition bleiben. Dieter Rebennack, im Verein als Vorstand für Anlagen und Technik zuständig, hofft, dass die Arbeitsgruppe auch weiterhin aktiv bleibt, Neuzugänge sind dort übrigens jederzeit willkommen.