Rheinau / Hochstätt

Rheinau Langjähriger Chef und Gründer des TSV ist tot

Trauer um Udo Manz

Wenn heute Nachmittag das Große Rheinauer Stadtteilfest beginnt, dann ist erstmals seit langem ein Mann nicht dabei, der mit dem von ihm geführten Tanzsportverein jahrelang Stütze der Veranstaltung war. Denn inmitten der Vorbereitungen traf die Nachricht ein, dass Udo Manz verstorben ist. „Wir werden ihm während des Festes in angemessener Form gedenken“, kündigt Heidi Wolf vom Organisationskomitee an.

Udo Manz war ein Eckpfeiler des gesellschaftlichen Lebens auf der Rheinau, auch wenn er in Heddesheim wohnte. In Mannheims Süden kam er aus beruflichen Gründen, als er ab 1980 die Sparkassen-Filiale in Rheinau-Süd aufbaute. 31 Jahre war er hier tätig, unterstützte ehrenamtliches Engagement, wo es nur ging; 2010 trat er in den Ruhestand.

Nun hatte er noch mehr Zeit für sein ehrenamtliches Engagement, das zunächst den „Sandhase“ galt, bei denen er als Gardeminister aktiv war. 1989 wurde er Motor für die Selbstständigkeit der Garden durch Gründung des Tanzsportvereins, als deren Vorsitzender er fortan wirkte.

Einsatz für Nachbarschaftshaus

Sein Organisationstalent führte dazu, dass er 1992 den Förderverein für das Nachbarschaftshaus übernahm. Doch seine Arbeit ging weit über ein „Fördern“ hinaus; er organisierte die Vermietungen für den Saal, kämpfte unablässig für angemessene Pflege und Renovierung – das „NBH“ wurde seine zweite Heimat. Nebenbei war er Kassier beim „Ersten Minigolfclub Mannheim“, den er 1968 mit gegründet hatte.

Zuletzt machte ihm die Gesundheit zunehmend Probleme; er starb kurz nach seinem 70. Geburtstag. Bestattet wurde er in Heddesheim, weshalb die Nachricht von seinem Tod mit zeitlichem Abstand auf der Rheinau bekannt wurde, aber um so mehr Bestürzung auslöst. (Bild: MGC)