Rheinau / Hochstätt

Süd Viel Bewegung auf dem Lindenhof und auf der Rheinau

Umbau des Marktplatzes beginnt

Archivartikel

Wer auf den Bahnsteigen des Hauptbahnhofes steht und Richtung Südwesten schaut, der kann die Dynamik erkennen, die den Süden der Quadratestadt bewegt. Nahezu monatlich kommt ein neuer Kran und mithin in kurzem zeitlichen Abstand ein neues Gebäude hinzu, das die Silhouette des Stadtteils Lindenhof verändert. Das Wachstum auf dem Glückstein-Quartier – es wird auch 2020 unvermindert anhalten.

Angesichts dessen scheinen die Entwicklungen, die in den anderen beiden südlichen Stadtteilen Platz greifen, eher gering. Obgleich sie für die dortigen Bürger wichtige Veränderungen mit sich bringen. Zum Beispiel auf der Rheinau: Im Frühjahr soll im Herzen dieses Stadtteils die Umgestaltung des Marktplatzes beginnen, die bis ins Jahr 2021 dauern wird. 2,8 Millionen Euro lässt sich die Stadt die Steigerung der Aufenthaltsqualität und mehr Grün kosten.

Wo soll das Stadtteilfest hin?

Gleichwohl sind nicht alle Rheinauer vollauf begeistert. Sie befürchten eine größere Partplatznot im Zentrum des Stadtteils. Dass Ende 2019 immer noch nicht definitiv klar ist, wo der Ersatzstandort für den Wochenmarkt sein wird, ist angesichts dessen noch das kleinere Problem. Ebenso die Tatsache, dass 2020 und wahrscheinlich 2021 das traditionsreiche Rheinauer Stadtteilfest nicht auf dem Marktplatz steigen kann.

Ohnehin bleibt der Rheinau auch 2020 eine klaffende Wunde im Ortsbild: die Ruine des Alten Relaishauses. Im Jahr 2020 wird sich zeigen müssen, ob die Rettung des 2015 durch Brandstiftung großteils zerstörten historischen Bauwerks in der Relaisstraße noch eine Chance hat.

Eine Voraussetzung dafür ist der Erwerb der Immobilie durch die Stadt. Die Verhandlungen darüber laufen weiter, versichert ihr Sprecher Jan Krasko. Wie sie ausgehen, wird man 2020 sehen. Skepsis besteht. Der Eigentümer, der wegen Brandstiftung in Haft sitzt, hat die Absicherung der Bausubstanz zugesagt. Bislang ist davon aber nichts zu sehen. Im Januar will die Stadt laut Krasko noch einmal nachhaken.

Auch in Neckarau stehen wichtige Fragen an: der Beginn des Weges zur Neugestaltung des Marktplatzes Neckarau (hierzu gibt es bereits einen Beschluss des Gemeinderates) sowie Diskussionen über das nördliche Strandbad-Gebäude, die Gestaltung der Luisenstraße und die Weiterentwicklung der Schillerschule.

Apropos Schule: Die Feiern zum 50. Jubiläum des Moll-Gymnasiums gehen in der zweiten Schuljahreshälfte weiter. Ein Jubiläumskonzert bildet am 19. Juni den Höhepunkt.

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