Rheinau / Hochstätt

Rheinau Sparkasse Rhein-Neckar-Nord eröffnet ihre umgebaute Filiale in der Relaisstraße / Drei Monate lang außen und innen völlig neu gestaltet

Zugang wandert aus der Ecke in die Mitte

Archivartikel

Seit Jahrzehnten ist sie eine der prägenden Infrastruktur-Einrichtungen im Stadtteil Rheinau: die Filiale der Sparkasse Mannheim, heute Rhein-Neckar-Nord, in der Relaisstraße. Vor 65 Jahren wurde sie eröffnet – und nun noch einmal: Nach einem dreimonatigen Umbau, durch den sie sich innen und außen völlig verändert präsentiert.

„Wir richten zwar keine neuen Filialen mehr ein“, meinte Helmut Augustin, der stellvertretende Vorstandsvorstandsvorsitzende: „Aber wir renovieren intensiv.“ Gerade eben Rheinau und Käfertal, demnächst Lindenhof und Rheinau-Süd: „Doch das ist gut angelegtes Geld“, meint Augustin unter Hinweis auf die Kosten von rund einer Million Euro jetzt alleine in Rheinau.

Die Rheinauer Filiale eröffnete 1954 im Haus Relais-/Ecke Otterstadter Straße, zuletzt modernisiert zu Beginn der 1990er Jahre. Jetzt wurde eine erneute Renovierung fällig. Dabei entschied man sich, um den Betrieb während der Bauphase fortzusetzen, gegen Container. Stattdessen wurden die Kunden in den Filialen in Rheinau-Süd und Neckarau betreut.

Drei Monate wurde geschafft. Die augenfälligste Veränderung begegnet dem Kunden auf den ersten Blick: Der Eingang samt Geldautomat wurde von der unübersichtlichen Ecke Relaisstraße/Otterstadter Straße in die Gebäudefront entlang der Relaisstraße versetzt. Das sorgt für bessere Zugänglichkeit und angesichts der Einsehbarkeit durch alle Passanten auch zu mehr Sicherheit gerade abends. „Endlich ein vernünftiger Eingang“, sagt Augustin.

Beratungszimmer statt Halle

Und natürlich ist der Eingang barrierefrei gestaltet. Auch im Inneren wurde heutigen Anforderungen, in diesem Fall ökologischen, Rechnung getragen – von der Dämmung über die Verglasung bis zur Heizung.

Das Erscheinungsbild im Inneren hat sich ebenfalls geändert. Die große Schalterhalle, die bislang das Areal prägte, gibt es nicht mehr. Stattdessen herrschen individuelle Beratungsräume vor. Filialleiterin Claudia Rieg hat ihr Büro dort, wo sich bislang der Geldautomat befand: „Anfangs standen Leute vor meinem Zimmer, um Geld abzuheben“, erzählt sie schmunzelnd.

Der verbliebene Kassenbereich ist nicht mehr durch Glasscheiben von den Kunden getrennt, sondern offen. „Jetzt haben wir eine moderne, zukunftsträchtige Filiale“, freut sich Rieg. Die Filialleiterin dankte vor allem den Kunden, die den längeren Weg nach Rheinau-Süd oder Neckarau in Anspruch genommen haben, aber auch den Mitarbeitern, die für die Zeit der Bauarbeiten an diesen Standorten Dienst leisteten.

Der Abschluss des Projektes war natürlich Grund zum Feiern. Der Bedeutung der Einrichtung entsprechend waren zahlreiche Repräsentanten des Lebens in Rheinau gekommen – von der neuen Bürgerdienstleiterin Lena Lawinger bis zur Gewerbevereins-Vorsitzenden Sandrina Künster, von Vertretern wichtiger Vereine wie dem Chef der Turn- und Sportgemeinde (TSG), Nikolaus Schmidt, bis zu benachbarten Geschäftsleuten wie Edith Schmidt.

Als nächste Filialen stehen Lindenhof und Rheinau-Süd zum Umbau an, was für die Stadtteile ein gutes Zeichen ist: Der Bestand dieser Zweigstellen ist damit gesichert.