Roche

Pharma Unerwartete Zuwächse im ersten Halbjahr

Roche hebt Ziele an

Archivartikel

Basel/MAnnheim.Der Schweizer Pharmakonzern Roche hebt nach einem unerwartet starken ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr ein weiteres Mal an. Zunächst hatte sich Konzernchef Severin Schwan auf ein Übergangsjahr eingestellt, doch laufen neue Mittel besser als gedacht. Auch profitiert das Unternehmen deutlich von der US-Steuerreform. Wichtige Wachstumsbringer der Pharmasparte füllt der Konzern in Mannheim ab.

Umsätze gestiegen

Trotz zunehmender Konkurrenz durch billigere Nachahmer-Medikamente stieg der Umsatz im Halbjahr um sieben Prozent auf 28,1 Milliarden Franken, wie der Konzern gestern in Basel mitteilte. Besonders gut lief es in den USA, wo mehrere neue Wirkstoffe zuerst auf den Markt kamen. Dies gilt etwa für Ocrevus gegen Multiple Sklerose. Der Gewinn kletterte um 35 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken. Dazu trugen neben dem operativen Ergebnis auch niedrigere Abschreibungen als im Vorjahr bei. Für das Gesamtjahr erwartet Roche nun – gerechnet zu konstanten Wechselkursen – ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich, zuvor war noch ein niedriger einstelliger Zuwachs angepeilt worden.

„Der Konzern konnte im ersten Halbjahr 2018 erfreulich gute Ergebnisse erzielen“, kommentiert Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics mit Sitz in Mannheim, die Zwischenbilanz. Der Bereich wachse vor allem dank der anhaltend guten Entwicklung der Immundiagnostik. Dafür werden in Mannheim Teststreifen, Reagenzien und Lösungen produziert. Auch drei wichtige Wachstumsbringer der Pharma-Sparte füllt Roche in Mannheim ab: die Krebsmedikamente Tecentriq und Perjeta sowie das Mittel Ocrevus gegen Multiple Sklerose. „Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter. Denn ihre Kompetenz und Integrität macht Mannheim zu einem starken Standort, der mit Hightech und Erfindergeist seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg beiträgt“, so Redeker. Aktuell beschäftigt Roche in der Quadratestadt knapp 8200 Menschen. dpa/fas