Sandhofen

Sandhofen Bezirksbeirat informiert sich über Busse im Mannheimer Norden / Linie 50 fährt bald im Zehn-Minuten-Takt

Ab Dezember ein Fahrzeug mehr

Die Fahrgastentwicklung der Buslinien 50, 51, 52 und 59 beschäftigte die Bezirksbeiräte während der jüngsten Sitzung im Bartholomäussaal in Sandhofen. Felix Dmochowski von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH informierte Bürger und Vorort-Politiker über den aktuellen Stand der Fahrgastzahlen: „Wir werden es nicht schaffen, überall eine Direktverbindung zu ermöglichen, das gibt es nur dort, wo Massen unterwegs sind.“

Die Linie 50 gehöre mit rund 7000 Fahrgästen stadtweit pro Tag zu den Bringerlinien der RNV, erklärte Dmochowski. Er kündigte an, dass die Linie ab Dezember im Kernbereich auf einen Zehn-Minuten-Takt verdichtet werde. „Die 50 hat einfach einen weiten Weg und klemmt immer, weshalb wir einen Bus mehr schaffen, das werden Sie ab Dezember merken an der Pünktlichkeit.“ Morgens würden die Fahrten dann über das Roche-Tor 4 stattfinden, kündigte Dmochowski an.

Steigerung der Zahlen

Im Bereich zwischen der Endstelle Schönau und der Endstelle Sandhofen habe es bei den Verkehrszählungen von 2016 und 2018 eine Steigerung von 70 Personen gegeben, so der Mitarbeiter der RNV. Die Taktung ganztägig auszuweiten sei allerdings für die RNV nicht rentabel, da es sich bei der Linie 50 vor allem um Schülerverkehr handle. „Durchschnittlich haben wir neun Gäste pro Fahrt“, so Dmochowski.

Ruftaxi macht mehr Sinn

Für die Linie 51 gebe es keine vergleichbaren Zahlen aus dem Jahr 2016, da in dieser Zeit eine Umleitung erfolgt sei. Wochentags seien über 1000 Menschen mit der Linie unterwegs. Die Linie, die im 30-Minuten-Takt zwischen Sandhofen und der Blumenau verkehre, werde morgens und nachmittags durchschnittlich von sechs Gästen der Eugen-Neter-Schule genutzt: „Da macht ein Ruftaxi zur Schule mehr Sinn. Wir fahren da meist nur heiße Luft“, so Dmochowski.

Die Buslinie 52 fahre seit Dezember 2017 im 20-Minuten-Takt in den Stadtteil Scharhof: „Die Linien 51, 52 und 59 hatten erhebliche Probleme mit der Pünktlichkeit, weshalb wir den Takt erhöht haben“, räumte Dmochowski ein. Die Pünktlichkeit von unter 70 Prozent sei „katastrophal“ gewesen, erklärte der RNV-Mitarbeiter. Innerhalb von zwei Jahren seien die Fahrgastzahlen aber um 20 Prozent gestiegen.

Auf der Linie 59 gebe es seit Dezember 2017 eine zusätzliche Frühfahrt um 6.33 Uhr ab dem Karl-Schweizer-Park und eine weitere zusätzliche Fahrt zwischen 8 und 9 Uhr: „Damit sind wir sehr zufrieden“, so der RNV-Mitarbeiter. Auf dieser Strecke seien die Fahrgastzahlen ebenfalls gestiegen.

Die Frage der Bürger, ob es günstigere Kurzstreckentickets gebe, verneinte Dmochowski. Zunächst gebe es jedoch eine Vergünstigung der Einzeltickets. „Da sind andere Städte aber besser aufgestellt“, sagte Stadtrat Thomas Hornung (CDU).

Unterstände nicht möglich

Die Forderung der Bezirksbeiräte nach Fahrgastunterständen mit Bänken und Beleuchtung an den Haltestellen Ausgasse und Groß-Gerauer Straße musste Dmochowski zurückweisen. „An diesen Stellen dürfen wir die Unterstände nicht aufstellen, weil die Gehwegbreite nicht groß genug ist.“ Wie die Verwaltung zudem mitteilt, sei durch die Straßenbeleuchtung ausreichend Licht gewährleistet.