Sandhofen

Sandhofen Diskussion zu Plänen für die Riedspitze

Arbeiten sollen bald beginnen

Am Ende der jüngsten Bezirksbeiratssitzung in Sandhofen herrschte gereizte Stimmung. Möglicherweise lag es an der fortgeschrittenen Uhrzeit kurz vor Mitternacht – oder daran, dass beim Thema Riedspitze Uneinigkeit herrschte. Die Stadt will mit der Aufwertung des Areals am Altrhein noch in diesem Jahr beginnen (wir berichteten). Die Idee aus der Jugendversammlung heraus hatte die SPD im Jahr 2018 beantragt.

Neuer Zugang zu Brücke

Für den grünen Aufenthalts- und Rückzugsort mit Blick auf die Friesenheimer Insel gebe es zahlreiche Ideen, wie Christian Konowalczyk vom Fachbereich Stadtplanung vorstellte. So sind neben einer Spielfläche unter der Brücke auch naturnahe Ufervegetation, neue Wege am Wasser und ein neuer Zugang zur Brücke vorgesehen. Bäume und Sitzbänke finden sich ebenfalls in den Plänen. „Die herausnehmbaren Poller sind zu teuer, da müssen wir schauen, was wir tun können“, sagte Stefan Zillig vom städtischen Fachbereich Klima, Natur, Umwelt. Die ansässigen Vereine hatten sich gegen ursprünglich vorgesehen Findlinge ausgesprochen, weil sie eine zu starke Einschränkung der Parkmöglichkeiten befürchteten. „Wir wollen das Ganze im Laufe des Jahres 2020 umsetzen“, so Zillig.

Bezirksbeirat Gerhard Engländer zeigte sich kritisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was wird. Das Geld wäre beim SKV besser aufgehoben.“ Beirat Wilken Mampel pflichtete Engländer bei und erkundigte sich nach den Kosten: „Davon sollte man lieber eine Straße sanieren.“ Mampel befürchtete, dass der Reiterverein ohne ausreichend Parkplätze bei Turnieren nicht zu retten sei: „Der Verein funktioniert nur mit Turnieren.“ Jenny Bernack (SPD) schlug vor, die Grünflächen entlang der Bürstadter Straße nutzen.

Stadtteil verschönern

Sebastian Butzek (SPD) erklärte, dass mit dem Vorhaben der Stadtteil verschönert werden solle. Sascha Schmidt (CDU) befürchtet Vandalismus und Ruhestörungen. Elias Weber-Ajaga (FDP) gab zu bedenken, dass es wenige Flächen gebe, wo Jugendliche unter sich sein könnten. „Wir nehmen die Anliegen der Jugendlichen sehr ernst“, so Konowalczyk. Bürger Hans Betz wunderte sich, warum an der Riedspitze so viel Aufhebens gemacht werde: „An der Fähre zur Friesenheimer Insel gibt es weder eine Bank noch Mülleimer.“