Sandhofen

Nord/Sandhofen Erfolgreiches Turnier des Skatvereins Alle Asse Sandhofen mit 58 Teilnehmern / Bad Dürkheimer gewinnt

Gehirnjogging beim Kartenspiel

Archivartikel

Mit Kartendreschen in einer verrauchten Eckkneipe hatte die 2. Sandhofer Skatmeisterschaft im Klubhaus SKV wenig zu tun. Hochmotiviert saßen die Frauen und Männer in Vierergruppen an den Tischen. Grand, Null Ouvert, Pik Hand - es wurde gemischt, gereizt und höchstens mal ganz leise geflucht.

Höchste Konzentration

Die drei Runden à 48 Spiele erforderten höchste Konzentration. Nach fast acht Stunden Spielzeit stand mit Bernd Schneider von den Worschtmarktbube Bad Dürkheim der Sieger fest. Privatspieler Sven Stemmler aus Mannheim-Neckarau erreichte den zweiten Platz und Frank Reiter von Herz 7 Mörsch kam mit wenigen Punkten Unterschied auf Platz drei. Die Sandhofer Dieter Reiff und Marco Müller verpassten den Sieg im Tandemwettbewerb nur knapp. Mit nur 12 Punkten Abstand mussten sie sich dem Duo Jochen Schmidt und Bernd Schneider geschlagen geben. Marco Müller war mit dem achten Platz in der Einzelwertung auch der bestplatzierte Spieler aus den Reihen des gastgebenden Vereins.

Bereits zum zweiten Mal fand das Turnier des Skatclubs Alle Asse Sandhofen zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Karl-Heinz Jung, statt. Die Schirmherrschaft hatte Stadtrat Egon Jüttner (CDU) übernommen.

„Wir haben 58 Teilnehmer, damit sind wir in der besonderen Situation in diesem Jahr sehr zufrieden“, freute sich Bernd Thomas. Lange sei es fraglich gewesen, ob das Turnier überhaupt durchgeführt werden könne, berichtete der zweite Vorsitzende: „Durch die Hygieneauflagen ist die Organisation natürlich wesentlich aufwendiger.“ Mit 32 Mitgliedern zählt der Verein Alle Asse Sandhofen zu den größten in der Region und hatte in seiner 60jährigen Vereinsgeschichte schon viele Erfolge zu verzeichnen. Zurzeit spielen zwei Mannschaften in der Regionalliga des DSKV (Deutscher Skatverband). „Wir fahren für ein Spiel auch mal 200 bis 300 Kilometer weit“, erzählte Thomas.

Clubabende gut besucht

Skat sei bei der Jugend nicht sonderlich beliebt, bedauerte er. Die Clubabende seien aber dennoch gut besucht. Die Altersspanne der Vereinsmitglieder reiche von Anfang Vierzig bis über 80 Jahre. „Mit 50 fühlt man sich hier noch jung“, meinte Thomas lachend. Sowohl im Verein als auch beim Turnier seien Frauen allerdings deutlich in der Minderheit.

Der Verein freut sich grundsätzlich über Gastspieler. Skatinteressierte sind freitagabends im SKV Clubhaus immer herzlich willkommen.