Sandhofen

Sandhofen/Gartenstadt Einrichtungen im Norden schließen mit durchschnittlichen Zahlen / Hallensaison beginnt

Gemischte Bilanz in den Bädern

"Es war nicht die schlechteste Saison, aber sie war sehr durchschnittlich. Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht." Katharina Gumbmann, Betriebsleiterin der Mannheimer Freibäder, ist über die Besucherzahlen 2017 nicht glücklich. Mit 18 412 Gästen in Sandhofen und 58 709 im Carl-Benz-Bad blieben die Werte deutlich unter denen aus 2016.

Im Mai und Juni Topwerte

"Und das, obwohl wir in Sandhofen im vergangenen Jahr sogar später öffnen mussten", sagt Gumbmann. Ohnehin seien 2016 und 2017 völlig unterschiedlich gewesen: "Diesmal hatten wir im Mai und Juni Topwerte, die wir selten erreicht haben, dann kamen aber der Juli und August. Das hat uns die Zahlen nach unten gezogen", so die Betriebsleiterin. Die Monate, die eigentlich für Badespaß sorgen sollten, brachten viel Regen, kaum heiße Tage, dafür Gewitter: "Es war wirklich sehr, sehr traurig." Mehr als drei Tage schönes Wetter in Folge habe es nicht gegeben: "Aber Badegäste kommen in der Regel erst, wenn wir drei Tage sehr gutes Wetter am Stück haben, es muss schon länger 25 Grad warm sein, sonst bleiben sie zu Hause."

Hundeschwimmen ein Erfolg

Ein Höhepunkt im Freibad Sandhofen sei ohne Frage das Hundeschwimmen gewesen, zu dem der städtische Fachbereich Sport und Freizeit zum Saisonausklang eingeladen hatte. Mehr als 100 Tiere nutzten mit Herrchen und Frauchen das Angebot, einen Tag nach der Freibadschließung das Wasser ganz für sich alleine zu haben: "Das war super, die Leute waren begeistert. Wenn das Wetter mitspielt, machen wir das gerne wieder", gibt sie einen Ausblick auf die kommende Saison.

Derzeit starten in den Bädern die Überwinterungsarbeiten. In Sandhofen stehen neue Durchschreitebecken, die vor dem Schwimmen für saubere Füße sorgen sollen, auf dem Plan. Sie sollten eigentlich schon vor dieser Saison fertiggestellt werden, die umfangreichen Arbeiten an der Filteranlage hatten jedoch Vorrang. Weitere Neuerungen seien in beiden Nord-Bädern noch nicht geplant. Der Schwerpunkt liege stadtweit ohnehin zunächst auf den Plänen rund um die Hallenbäder: "Ab 2020 werden dann die Freibäder angegangen", sagt die Betriebsleiterin zur Zukunft der Vorort-Einrichtungen. "Es gibt aber in Sandhofen und der Gartenstadt wie immer Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten", berichtet Gumbmann. Die Mitarbeiter um die Betriebsstellenleiter Rolf Appel (Sandhofen) und Dirk Böttcher (Carl-Benz-Bad) tauschen beispielsweise Platten aus oder machen kleinere Schönheitsreparaturen. "Sie leisten immer sehr gute Arbeit", lobt Gumbmann.

Das Wasser bleibt übrigens den ganzen Winter über in den Becken: "Es ist aber nicht mehr an die Filteranlage angeschlossen", erklärt die Bäder-Chefin. "Es wird eine Enteisungsanlage eingebracht, und außerdem kommen Chemikalien ins Wasser." Die sogenannte Auswinterung starte erst im Frühjahr und dauere acht Wochen: "Dann verschwinden auch Schmutz, Laub und Äste. Das Wasser wird in den Abwasserkanal gelassen, nicht in die Filteranlage", so Gumbmann. Deshalb seien auch Hundehaare, die beim Hundeschwimmtag ins Wasser gelangt seien, kein Problem.

Inzwischen geht es in den Hallenbädern weiter. In Waldhof-Ost ziehen die Besucher bereits eifrig ihre Bahnen, Vogelstang öffnet am 26. September. Die Freibäder Sandhofen, Carl-Benz-Bad und Rheinau starten dann wieder am 19. Mai 2018 in die Freiluftsaison, das Herzogenriedbad bereits am 1. Mai. Das Hallenbad Vogelstang schließt am 30. April, Waldhof-Ost am 18. Mai.