Sandhofen

Sandhofen Freireligiöse Gemeinde organisiert zwei Wochen lang Ferienspielangebot im Freibad / Alternativangebote zum Schwimmen in den Becken

Keine Probleme bei der Betreuersuche

Auch wenn sich die Sonne zwischenzeitlich öfter hinter den Wolken versteckte, blieb im Freibad Sandhofen das Stimmungsbarometer im Plus. Denn auch in diesem Jahr boten zum Ausgang des Sommers Max Rohrbach und sein Team ein buntes Ferienspielprogramm für den Nachwuchs an. Seit vier Jahren organisiert der Jugendreferent der Freireligiösen Gemeinde Mannheim in den großen Sommerferien zwei Wochen lang Abenteuer und Spiele rund um das Schwimmbecken.

In diesem Jahr nutzten 30 Mädchen und Jungen diese Möglichkeit. Zum ersten Mal habe man jetzt sogar eine kleine Gruppe von Nichtschwimmern unter den Teilnehmern zugelassen, sagte Jugendreferent Rohrbach im Gespräch mit dieser Zeitung. „Zahlen müssen die Kinder jeweils nur den Eintritt“, berichtete er. Leider war in der zweiten Woche das Wetter eher wechselhaft, bedauerte er. Die wenigen Sonnenstunden wurden vom Nachwuchs jedoch gut genutzt.

Farbenfrohes Kinderschminken

„Regnet es, finden die Spiele im Unterstand statt“, berichtete Marie Jung. Probleme, genügend Betreuer für das Ferienprojekt zu finden, hat die pädagogische Leiterin der Schulkindbetreuung der Freireligiösen Jugend nicht. Jung verwies auf Lena Zimmermann und Sabrina Stahl. Für die beiden sei es der erste Tag im Helferteam. „Wir sind mit Kopf, Herz und Hand dabei“, unterstrich Lena Zimmermann. „Mit Kindern zu arbeiten, ist einfach mein Ding“, versicherte Sabrina Stahl. Sie habe schon bei der Stadtranderholung in Ludwigshafen in einem ähnlichen Bereich gearbeitet. Bei Spielen wie Zombieball werde es den Kindern nie langweilig, bestätigte ebenso Giuseppina Corbo. Gemeinsam mit Sabrina Bastin engagiert sie sich bereits zum dritten Mal bei den Ferienspielen im Freibad Sandhofen.

Diesmal sorgte das Duo für farbige Motive beim Kinderschminken. Für Mädchen und Jungen aus Familien, die nicht in den Urlaub gingen, sei es eine tolle Möglichkeit, Gleichaltrige kennenzulernen und in den Ferien rauszukommen, so Corbo. „Das ist doch besser, als nur Zuhause zu sitzen“, meinte Sabrina Bastin.

Manchmal gingen sie auch mit ins Wasser, das sei für die Mädchen und Jungen spaßiger, bestätigte das Duo. Doch an diesem Tag machte sich der Nachwuchs auf der Wiese auf die Suche nach Henrike, dem Gummihuhn. „Alternativ bieten wir auch Bastelarbeiten an“, so Jugendreferent Rohrbach. „Wir haben in den Vortagen auch schon eine Rallye als Schatzsuche organisiert.“ Dort müssten die Kinder im Team arbeiten, um knifflige Rätsel zu lösen.

Die Ferienspiele gehen auf die Initiative des Freibad-Fördervereins zurück. „Der Vorsitzende Roland Weiß ist Mitglied in der Freireligiösen Gemeinde und hat gemeinsam mit der Freireligiösen Jugend die Ferienspiele auf den Weg gebracht“, sagte Rohrbach. Auch der Stadtjugendring sei an der Realisierung des Angebots beteiligt.

Publikumszahlen verdoppelt

Weiß selbst bedankte sich bei Michael Heidrich als Vertreter des Fachbereichs Sport und Freizeit, „dass ihr uns die Ferienspiele ermöglicht habt“. Auch Heidrich zeigte sich glücklich „über so einen engagierten Förderverein“. Erst in diesem Sommer habe die Stadt mit Unterstützung der Förderer die Breitwasserrutsche angeschafft, sagte er.

Kommune und Förderer dürfen sich gleichermaßen über den Rekordsommer freuen. Das gute Wetter schlage sich auch in den Publikumszahlen nieder, hob Heidrich hervor. 2018 fanden 39 400 Besucher den Weg ins Bad. Im vergangenen Jahr waren es noch 18 400 Gäste.