Sandhofen

Sandhofen Gerhard Engländer feiert seinen 70. Geburtstag

Kleider statt Maschinen

Am 16. August 1949 erblickte Gerhard Engländer in Lorch das Licht der Welt – zwei Häuser neben dem ehemaligen Zuhause von Friedrich Schiller. Mit seinen Eltern zog er bald nach Sandhofen um, wo er die Schule besuchte und später auf die Humboldt Realschule wechselte.

Nach seiner Lehre als Bankkaufmann musste er zur Bundeswehr und war in Bruchsal stationiert. Sein Berufswunsch, Maschinenbauingenieur, blieb unerfüllt. Seine Eltern eröffneten 1959 ihr erstes Geschäft mit Strickwaren in Sandhofen. Weil für seinen Vater klar war, dass er die Nachfolge antreten müsse, absolvierte Engländer eine Ausbildung bei einem Herrenausstatter in Frankenthal. „Dort habe ich sehr viel gelernt, was den Wareneinkauf und das restliche Know-how betrifft.“ Als sein Vater 1975 verstarb, war er zunächst Angestellter seiner Mutter. Seit 1990 führt er das Geschäft mit seiner Schwester.

Stand dem Gewerbeverein vor

Seine Frau Cornelia führte er 1973 zum Traualtar. Von 1998 bis zum Jahre 2008 war Engländer Vorsitzender des Gewerbevereins Sandhofen, entwarf mit Bernd Mechnig-Diehl den Plan für den damaligen Weihnachtsmarkt, der ab 1980 insgesamt 20 Jahre in der Kalthorststraße stattgefunden hat. Zu seinen Ideen gehören auch der verkaufsoffene Sonntag zur Kerwe und die Lange Nacht der Kunst und Genüsse. Engländer sitzt im Bezirksbeirat Sandhofen.

Privat hat der Jubilar seine Liebe zum Schießsport entdeckt, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen das Tennisspielen aufgeben musste. Seit 2007 führt er als Gründer den Verein „Mannheimer Westernshooter“ mit insgesamt 75 Mitgliedern. Die Geschäftsaufgabe des Modehauses ist auch mit 70 noch in weiter Ferne, da ihm die Arbeit immer noch Spaß mache. Der Katzenliebhaber feiert mit seiner Frau auf einer Schiffsreise, die sie ins westliche Mittelmeer führt. eng (Bild: eng)