Sandhofen

Sandhofen Wassersportverein empfängt seine erfolgreichen Kanuten / Stadtrat Grunert lobt Nachwuchsarbeit

Lemke strebt Olympiasieg an

Mit Spitzensportlern verwöhnt ist der Wassersportverein Sandhofen (WSV). Da ist zum Beispiel Carolin Leonhardt. Die in Lampertheim geborene Kanutin, mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin, ist im Stadtteilverein „groß“ geworden. Oder Birgit Fischer: Die aus Ostdeutschland stammende erfolgreichste deutsche Olympionikin startete ab 1992 für den WSV, ebenso wie Kanurennsportler und Olympiasieger Detlef Hofmann.

Jetzt also Max Lemke, der bereits in die Fußstapfen seiner berühmten Vorgänger getreten ist. Lemke gehört zu den erfolgreichen Wassersportlern, die der WSV in einem kleinen feierlichen Rahmen im Vereinsheim an der Riedspitze begrüßte. Zusammen mit Ronny Raue, Max Rendschmidt und Tom Liebscher errang Lemke als Mitglied des deutschen Kajak-Vierers in Portugal über 500 Meter WM-Gold.

Max Lemke fand mit 14 Jahren seinen Einstieg in die Sportart, zuerst in Lampertheim, bevor er wenige Kilometer weiter südlich nach Sandhofen wechselte und erfolgreiches Mitglied des WSV wurde. Sein Abi machte er 2017. Zurzeit ist Lemke Sportsoldat bei der Bundeswehr. Ein Studium würde sich gerade nicht mit dem Leistungssport vereinbaren lassen, da er 22 bis 26 Stunden in der Woche im Trainingslager verbringt. Sein Ziel ist es, im nächsten Jahr wieder bei der Weltmeisterschaft und 2020 bei der Olympiade in Tokio Erfolge zu feiern.

Erfolgreich in der Leistungsklasse ab 18 Jahren war auch Björn Barthel bei den Studierenden-Weltmeisterschaften. Nicht nur zum deutschen Meister im Parallel-Sprint, sondern auch zu einer Bronzemedaille im Einer-Kajak über 200 Meter reichte es bei Dominik Greguric.

Junioren auf Siegertreppchen

Bei den Junioren stand Cassandra Jhonson, Vizeweltmeisterin bei der Junioren- WM, auf dem Siegertreppchen. Erfolgreiche Plätze erreichten auch die Mitglieder Sabrina Schnell, Serafina Austen, Merlin Hammel, Lennert Hilsheimer, Lucienne Gola, Doreen Wacker, Nina Horsinka und Luka Greguric. Bei der internen Veranstaltung des WSV begrüßte Vorstand Ralf Frödert Sabine Hamann, Vorsitzende des Sportkreises Mannheim. Frödert würdigte in seiner Rede die Erfolge der Wassersportler. Sein Dank galt vor allem auch den Eltern, die mit ihrer Unterstützung zum Gelingen beitrügen.

Die Grüße des Gemeinderates und der Verwaltung überbrachte Stadtrat Dirk Grunert. Nicht nur Fußball, Eishockey und Handball gehörten zu Mannheim, sondern – nicht zuletzt wegen der Lage der Stadt an zwei Flüssen – auch der Wassersport. Grunert dankte dem Verein auch für seine sehr gute Nachwuchsarbeit. Bei herrlichem Sonnenschein stießen die Sportler zusammen mit den Gästen noch einmal auf die Erfolge an, nachdem sie aus den Händen von Katharina Frödert, kommisarische Sportwartin und Jugendtrainerin, ein kleines Geschenk erhalten hatten.