Sandhofen

Sandhofen Sängerbund Sängerlust feiert Herbstfest im Schulungsheim der Kleingärtner

Lustige Sketche ergänzen Liedvorträge

In gemütlicher Runde haben die Sänger der Sängerlust Sandhofen ihr Herbstfest gefeiert. Schon das Einsingen geriet dabei zu einem Erlebnis, wie der Vorsitzende Hubert Becker freudig feststellte. Aber keine Sorge: Es wurde an diesem Nachmittag noch fröhlicher. So gaben die Sänger mit einem Hoch auf den Wein einige Lieder zum Besten. Bei „Südliche Sommernacht“ von Otto Groll schwärmte Chorleiter Markus Schnell: „Das war richtig gut.“

Mit einem Sketch begeisterten Hubert Becker, Dagmar Fick und Jürgen Pinz das Publikum. Dabei ging es ums Essen. Der Sketch spielte in einem Lokal, das keine Scheiben in den Fenstern hatte und bei dem es egal war, ob die Fenster offen oder geschlossen waren. So oder so bekam der Ober Trinkgeld. Der Fisch, den die Dame bestellte, fiel etwas kleiner aus. Er war unter der Kartoffel versteckt. Ein Käfer in der Suppe verteuerte diese um einen Euro, weil ja eine Fleischbeilage enthalten war. Am Ende lachten alle im Saal.

Gedichte über das Lebensalter

Pinz zeigte sein Allroundtalent auch an der Gitarre. „Here comes the sun“, Gershwins „Summertime“ oder der „Wasserturm-Boogie“ erklangen. Marlies Goller trug Gedichte vor über das „Lebensalter“ – wie zum Beispiel: „Mit 90 zählt man ganz geschwind, die Leute, die noch älter sind“ – oder über die „Klage eines Vierbeiners“.

Becker hatte eingangs eine fiktive Versammlung der Sängerlust vorgestellt, in der es um Vorbereitungen zum 135-jährigen Bestehen ging. „Mir ongaschiere de Michael Jackson, do kumme a junge Leit“, gab der gut aussehende, aber „dodefür oigebildte Zweite Vorschtand“ kund. Am Schluss musste der ebenfalls unheimlich gut aussehende Vorstand dann doch vermelden: „Müsisch zu sage, dass des 135-jährische Jubiläum 2021 abgesagt worre isch.“

Auch die Singstunde wurde aufs Korn genommen. Diese endete mit der Aufforderung: „ Isch konn jedem un jedare bloß empfehle, kummt zu uns un macht mit, der Sängerbund Sängerlust mit seiner 133-jerische Tradition hots net vadient, mit wehende Fahne unnazugehe.“

„Das ist doch immer ganz schön hier bei den Sängern. Man kennt sich. Da kommt man gerne her“, meinte Christa Haber. „Mir gefällt es hier richtig gut“, ergänzte Elisabeth Sahaber. „Erhebet das Glas und trinkt den goldenen Wein“ und „Lieder, die von Herzen kommen“, beendeten einen fröhlichen und lustigen Spätnachmittag im Schulungsheim der Kleingärtner.