Sandhofen

Sandhofen Kappenabend des Männergesangvereins 1878 im SKV-Clubhaus / Büttenreden begeistern die Gäste

Männerballett bekommt tosenden Applaus

Archivartikel

„Sahoi, ihr Narren M/W/D“. Ganz politisch korrekt begrüßte Eva Knaps-Focke zusammen mit ihrem Bruder André Jagosky das närrische Publikum im Nebenzimmer des SKV-Clubhauses in der Gaswerkstraße. Beide führten beim Kappenabend des Männergesangvereins MGV 1878 auch durch das Programm.

83 Cent zu teuer

Vorstand Heinz Guckert verkündete anschließend nicht nur die Akteure des Abends. Er vermeldete auch, dass es Mitglieder gab, denen 83 Cent mehr Mitgliedsbeitrag zu teuer war, und die deshalb ausgetreten waren. Diese Aussage konnte die gute Stimmung, die von Anfang an herrschte, aber nicht trüben. Guckert bedankte sich herzlich bei den Stichlern (Abteilung Karneval im SKV) für die ehrenhafte Auszeichnung beim Senatsball mit der Peter Schick Medaille.

Los ging es mit dem Vortrag von Eva Knaps-Focke, die als „Junge Mudda“ dem Publikum ihr Leid klagte – was das Publikum mit verständnisvollen „Ah’s“ und „Oh’s“ unterstützten. Hans Ulrich Jagosky wusste als „Roigeplaggder“ – nicht hier geboren und aufgewachsen – einiges zu berichten. Bereut, hierher gezogen zu sein, habe er es nie.

Gespräch mit Spiegelbild

„Isch bin gut druff“: Darüber musste Stefanie die Narren im Saal, da man ihre humorvolle und gut vorgetragene Bütten immer gerne hört, keinen überzeugen. Als „Monnema Lottogewinner“ machte Fritz Martinek allen klar, dass Geld alleine nicht glücklich macht. Seine richtig gesetzten Pointen wurden mit viel Applaus honoriert.

Dem Thema „Öko“ hatte sich Bauer und Mitglied des Gesangvereins, Wolfgang Merz, gewidmet. Der Spiegel, mit dem er sich unterhielt, war allerdings nicht immer seiner Meinung. Als Spiegelstimme antwortete hinter dem Vorhang Brigitte Schultz. Was in den letzten Jahren wieder so alles auf dem Guckertshof passierte, darüber wusste wieder Ute Guckert als Nachtwächterin zu berichten.

Dann kam mit dem Männerballett die große Überraschung des Abends. Die Gruppe zeigte sich beim Tanzen spärlich bekleidet – einstudiert von Stefanie Paul – und nur mit einem Handtuch vor dem Körper. Das Gebrüll und der tosende Applaus war der Herrentruppe an diesem Abend sicher.

Nicht nur mit dem Fasnachtshit „Ab dem 11.11., do is bei uns was los“ sorgte im Programm auch Horst Karcher an seiner Quetschkommod für Stimmung. Er, der sich aus der Fasnacht zurückgezogen hatte, löste an diesem Abend ein Versprechen, einmal beim MGV 1878 aufzutreten, ein.

Stichler-Prinzessin zu Besuch

Für weitere Stimmung sorgte die Gruppe Gegenwind. Auch die Stichler im SKV besuchten die Veranstaltung mit Prinzessin Svenja I. und einer großen Abordnung.

Obwohl wegen einiger Krankheitsfälle nicht alle Stühle im Clubhaus besetzt waren, war die Stimmung bei der Kappensitzung des MGV bestens.