Sandhofen

Sandhofen Ehemaliger Bundestagsabgeordneten Jüttner bei der Jungen Gemeinde

Mit Nebenjobs Studentenbude finanziert

Aus seinem politischen und teilweise privaten Leben berichtete der CDU-Stadtrat und ehemalige Bundestagsabgeordnete Egon Jüttner bei der Jungen Gemeinde von St. Bartholomäus Sandhofen. 1946 kam er als Vierjähriger aus dem Sudetenland nach Nordbayern, wo er aufgewachsen ist. Er arbeitete, um Geld zu verdienen, bereits seit seinem 15. Lebensjahr als Tellerwäscher, Nachtportier und Hausmeister.

In Saarbrücken, wo er studierte, zog er zunächst in ein Acht-Personen-Zimmer für fünf Mark im Monat. Durch seine Tätigkeiten gelang es ihm aber bald, ein Zwei-Bett-Zimmer zu bezahlen. Bereits 1965 war er Referent für Schweden am Max-Planck-Institut.

Auch, wenn sein Vater ihn gewarnt hatte, er solle nie in eine politische Partei eintreten, entschied er sich doch, nicht den wissenschaftlichen, sondern den politischen Weg einzuschlagen. Jüttner, der in seiner beruflichen Laufbahn auf viele Größen aus der Politik traf, gründete die Bürgeraktion Umweltschutz Rhein-Neckar.

Als Ursula Lehr ihr Mandat zurückgab, stellte die CDU ihn 1990 als Kandidaten für die Bundestagswahl auf. Er zog ins Parlament ein und vertrat Mannheim mit vierjähriger Unterbrechung zwischen 1998 und 2002 bis 2017 im Bundestag. Als Stadtrat der CDU sitzt er seit fast vier Jahrzehnten im Gemeinderat.

Es seien nicht immer nur leichte Entscheidungen gewesen, die er treffen musste. Simbabwe und auch Kuba hätten ihm einmal nach einer kritischen Fragestellung die Einreise verwehrt, berichtete er. eng