Sandhofen

Sandhofen Künstler von Ein Fall für Zwei überzeugen im PX de Dom / Atmosphäre wie im Wohnzimmer

Musik ohne Schnickschnack

Archivartikel

Der Name Ein Fall für Zwei ist schon etwas verwirrend, wenn mit Matthias Beringer, Jürgen Riedel und Wolfgang Schül drei Musiker auf der Bühne des Veranstaltungshauses PX de Dom stehen: Zum dritten Mal präsentierten sich die Musiker hautnah ihrem Publikum.

„It never rains in southern California“: Mit der Sehnsucht nach Sonne und Meer eröffnete das Trio die Veranstaltung. Das Repertoire der Musiker ist voll mit bekannten Oldies. Songs der Beatles wie zum Beispiel „A hard day’s night“ durften im Programm nicht fehlen.

Sänger Matthias Beringer unterhielt während des Programms mit lustigen Sprüchen, was beim Publikum sehr gut ankam. Auch die Musikkenntnis der Besucher stellte er auf die Probe, und fragte, um welchen Titel es sich nach einem kurzen Anspiel des Liedes handele. Das im Bereich der Oldies sichere Publikum erkannte alle Songs sofort. Matthias Beringer zeigte sich als Sänger sehr facettenreich: Egal ob Peter Maffay, Howard Carpendale oder Bonny Tyler – alle Interpretationen hören sich nicht nachgemacht an.

Das Trio hatte nicht nur englische Titel auf Lager: Mit „Du, entschuldige ich kenn Dich“ stand auch eine Interpretation des Liedermachers Peter Cornelius im Programm. Weil Behringer oft bei seiner Oma im Burgenland Zeit verbrachte, brachte er auch diesen Dialekt – ohne dass er aufgesetzt wirkte – glaubwürdig rüber. Auch Lieder des großen Udo Jürgens wie „Mit 66 Jahren“ oder „Aber bitte mit Sahne“ durften im Programm nicht fehlen. Beim Hit „Rocking all over the world“ von Status Quo blieben Luftgitarren und das Headbanging im Publikum nicht aus. Auch der ehemaligen Pfarrer der Dreieinigkeitsgemeinde, Pfarrer Andreas Riehm-Strammer, ließ sich mit den Songs in frühere Jahre versetzen.

Harmonie der Stimmen

Das Publikum merkte sofort, dass die Stimmen von Beringer (Acoustic Gitarre) und Riedel (Bass), begleitet von Wolfgang Schül (Cajon, Percussion) gut harmonieren. „Wir machen handgemachte Musik ohne viel Schnickschnack, also ohne viel technische Unterstützung“, erklärten Riedel und Schül. Zur Zeit sind die Musiker im Studio, um eine DVD für Veranstalter, die sich so ein besseres Bild ihrer Musik mit den eigenen Arrangements machen können, aufzunehmen.

Einen Traum möchten sich die Drei aber noch erfüllen: Auf Vorschlag von Jürgen Riedel wollen sie sich in manchen Städten in den Fußgängerzonen präsentieren – vor allem dort, wo man sie noch nicht kennt. Klar, dass die Vorlage der Kelly Family inspirierte, aber nicht kopiert werden soll. Die Zuhörer spüren, dass bei den Musikern, die sich vor fünf Jahren zu einem „Fall für Zwei“ zusammengeschlossen haben an, nicht der Kommerz, sondern die Freude an der Musik im Vordergrund steht. Ohne Zugaben durften sie die Bühne auch nicht verlassen. Techniker Franco Bellante setzte das Trio ins rechte Licht.