Sandhofen

Sandhofen Zweiter Stadtteilrundgang mit Oberbürgermeister Peter Kurz, Erstem Bürgermeister Christian Specht und Bildungsdezernent Dirk Grunert

Neue Nutzung der Wiegehalle geplant

Archivartikel

Viel Lob sprach Oberbürgermeister Peter Kurz beim Stadtteilrundgang den neuesten Entwicklungen in Sandhofen aus. Neben dem Ersten Bürgermeister Christian Specht und Bildungsdezernent Dirk Grunert begrüßte Nord-Bürgerserviceleiterin Michaela Diehl auch zahlreiche Stadt- und Bezirksbeiräte sowie viele Bürger und Vereinsvertreter im alten Ortskern.

An der ersten Station, dem Spielplatz an der Ecke Kriegerstraße und Zwerchgasse, erkundigte sich Oberbürgermeister Kurz, wie das Areal angenommen wird. Der Spielplatz war vor einem Jahr eingeweiht worden. Die Bürger bestätigten, dass die Kinder den Bereich gut besuchen, vor allem von der nahe gelegenen Grundschule kämen viele junge Menschen. Stefan Zillig vom Fachbereich Grünflächen und Umwelt berichtete, dass hier eine Komplett-Sanierung erfolgt sei: „Es gibt neue Beläge, einen neuen Spielbereich und eine Boule-Bahn.“

Kein Brennpunkt

Befürchtungen der Bürger, dass der dunkle Bereich abends Jugendliche anlocke, wies Kurz zurück. Dass der Platz nicht extra beleuchtet werde, sei Absicht: „Das machen wir im ganzen Stadtgebiet so“, sagte auch Zillig. Gernot Brixius, stellvertretender Polizeirevier-Leiter in Sandhofen, versicherte, dass es sich hier um keinen Brennpunkt handle, was Harald Born, Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, bestätigte. Aus der Bürgerschaft kam der Wunsch nach mehr Mülleimern auf dem Spielplatzgelände.

Den angrenzenden Bereich der alten Wiegehalle nahm die Gruppe ebenfalls in Augenschein. Hierfür denkt die Stadt über einen kompletten Rückbau und eine neue Nutzung nach. Bezirksbeirat Wilken Mampel (CDU) erklärte, dass es in Sandhofen eine große Parkplatznot gebe, weshalb Parkplätze wünschenswert seien. Kurz sagte, dass die Stadt sich den Bereich genauer anschauen wolle. Für die mit Graffiti verschmierte Fassade des angrenzenden Wohnhauses sucht die Stadt eine Verschönerungsmaßnahme – möglicherweise mit Graffiti-Kunst.

Harald Born vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung schilderte ein paar Schritte weiter, wie der Bereich vor dem früheren Gasthaus Adler verkehrstechnisch entschärft werden konnte: In dem Haus betreut die Freireligiöse Gemeinde Schulkinder. Weil ein richtiger Gehweg fehlt, standen die Mädchen und Jungen bisher direkt auf der Straße, wenn sie aus der Tür traten. „Mit der schraffierten Fläche haben wir vor dem Gebäude viel Platz gewonnen, und der Verkehr wird deutlich verlangsamt“, so Harald Born.

Lob für Zusammenarbeit

Der Stadtrat und Vorsitzende des Freireligiösen Wohlfahrtsverbandes, Roland Weiß, lobte die Arbeit zwischen der Gustav-Wiederkehr-Schule und dem Adler ausdrücklich: „Wir wussten vor 15 Monaten nicht, wie es hier weitergeht. Die Verkehrsbehörde wollte einen sicheren Übergang. Aber der Bezirksbeirat und die Fachämter haben hier gezeigt, wie prima sie zusammenarbeiten.“ Allen Eltern konnten die angemeldeten Betreuungsplätze angeboten werden und die Arbeit ohne Pause weitergehen.

Derzeit werden die Räume im früheren Adler während des laufenden Betriebes umgestaltet und mit modernen Brandschutzanlagen ausgestattet, die noch abgenommen werden müssen: „Jeden Monat wird ein Stück umgebaut“, berichtete Maria Jung, pädagogische Leiterin der Schulkindbetreuung beim Freireligiösen Wohlfahrtsverband.

Jung bedankte sich auch bei Sibille Krappel, Leiterin der Gustav-Wiederkehr-Schule. Sie habe übergangsweise einen Klassenraum für die Schulbetreuung zur Verfügung gestellt. „Wenn alles fertig ist, können wir 80 Plätze anbieten“, sagte Roland Weiß. Bürgermeister Grunert zeigte sich optimistisch, dass hier eine vierte Gruppe eingerichtet werden könne.