Sandhofen

Sandhofen Renovierung verzögert sich / Vor allem für Senioren ist die Einkaufsmöglichkeit im Ortskern wichtig

Penny öffnet erst im Dezember

Archivartikel

Eigentlich hätte der Penny-Markt in Sandhofen frisch saniert am 10. Oktober wieder eröffnen sollen – doch der Termin verschiebt sich, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mitteilte. Erst im Dezember werde man wieder für die Kunden da sein, sagte sie. „Ein genaues Datum steht aber noch nicht fest.“

Während der Renovierungsarbeiten habe man festgestellt, dass auch eine Dachsanierung erforderlich sei, so die Sprecherin. Für diese Arbeiten fehlten wegen Lieferverzögerungen noch Bauteile – daher der spätere Öffnungstermin. Im Stadtteil hatte es zwischenzeitlich schon Gerüchte gegeben, dass der Supermarkt – der einzige im Ortskern – gar nicht mehr aufmachen werde. Das wies die Penny-Sprecherin allerdings zurück. „Wir freuen uns, wenn wir so schnell wie möglich wieder die Nahversorgung sicherstellen können.“

Am 27. Juli hatte die Filiale zum letzten Mal offen gehabt. Bei der Renovierung werde unter anderem die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, so die Sprecherin. Außerdem erneuere man Kühlanlage und Kühlhäuser. Im Verkaufsraum würden Decke, Fußboden und die Einrichtung ausgetauscht. Am Sortiment dagegen werde sich nichts ändern, betonte die Sprecherin.

Vielen Sandhofenern ist der Penny-Markt wichtig, wie eine Umfrage unter Passanten zeigt. „Es ist die einzige Einkaufsmöglichkeit in Sandhofen für Lebensmittel bis auf die beiden Markttage am Stich“, sagt Alfred Wittgruber. „Für die Senioren ist der Penny-Markt sehr wichtig, weil sie diesen auch fußläufig mit ihren Rollatoren, auf die sie angewiesen sind, erreichen können. Die Fahrt zum Lidl oder Rewe mit dem Bus ist zwar bedingt möglich, jedoch mit Fahrgeldkosten verbunden.“

Käthe Mallat vermisst seit der Schließung auch den Filialleiter und das Personal, die sie als „nett und zuvorkommend“ beschreibt und die immer auf Fragen geduldig antworteten. „Ich bin froh, dass der Penny-Markt in der Vorweihnachtszeit noch öffnet.“ Sie nutzte als Ausweichmöglichkeit den Aldi-Markt in der Untermühlaustraße, der sei mit der Straßenbahn direkt zu erreichen. Beim Rewe im Lilienthalcenter und beim Aldi in Sandhofen fehlt ihr dagegen die Bushaltestelle.

Auf die gute Erreichbarkeit des Penny-Marktes weist auch Margot Bayer hin. Sie hätte zwar noch die Möglichkeit, mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, etwa ins Lilienthalcenter in der Amselstraße, wie sie sagt – jedoch nicht unbedingt für den täglichen Bedarf, den man morgens einkaufe. „Vor allem, wenn man was vergessen hat, muss man wieder den weiten Weg in das Einkaufszentrum in der Amselstraße machen.“ Für Senioren mit Rollatoren sei das nicht immer machbar.

„Besser der Penny öffnet im Dezember, als nie mehr“, sagt Bayer. „Diese Zeit lässt sich irgendwie überbrücken. Ich freue mich schon wieder darauf – auch darauf, wie das Ladengeschäft dann aussehen wird. Penny und Sandhofen gehören zusammen.“