Sandhofen

Sandhofen Abschied von Pfarrer Wolfgang Oberschmidt

Start als Kaplan am Bodensee

Archivartikel

Wenn ein beliebter Pfarrer seine Gemeinde verlässt, kullern bei dem einen oder anderen schon mal Tränen. Das war auch jetzt so, als St. Bartholomäus den am 23. Februar 1942 geborenen Wolfgang Oberschmidt verabschiedete. Aufgewachsen ist er zusammen mit seiner Schwester und den beiden Brüdern in der Mannheimer Gartenstadt. Sein Abitur machte er 1962 am Karl-Friedrich-Gymnasium.

Theologie studierte der Pfarrer, der immer einen Witz auf Lager hat, von 1962 bis 1967. Seine erstes Amt als Kaplan führte ihn nach Radolfzell an den Bodensee. Dort, in der Pfarrei St. Meinrad, trat er seine erste Pfarrstelle an. Vom Bodensee ging’s zurück nach Mannheim in den Jungbusch und von dort wieder an den Bodensee, bevor er über eine weitere Station in Oberhausen-Reinhardshausen nach Sandhofen kam – vor sechs Jahren als Subsdiar der Seelsorgeeinheit Nord.

Umzug auf die Rheinau

Im Juli zeichnete sich ab, dass der Pfarrer, der in der Kirche gestürzt war, auszieht. „Wir lassen ihn nur ungern gehen“, erklärte Franz Schmerbeck, Leiter der Seelsorgeeinheit Nord. Das Team werde ihn sehr vermissen. Trotzdem sei man froh, dass er im St. Anna Heim Rheinau einen Platz gefunden hat.

„Seit August 2013 habe ich in der Seelsorgeeinheit Gottesdienste, Beerdigungen und vor allem alle 14 Tage montags mit dem Pfarrerteam die Dienstgespräche abgehalten. Dies alles wird mir schon etwas fehlen“, erklärte Oberschmidt nicht ohne Wehmut. Aber er habe hier im Pfarrhaus in Sandhofen zur Sicherheit ja noch einen Schlafplatz, erklärte er schelmisch. Das freie Bett steht so lange zur Verfügung, bis die Wohnung wieder für ein neues Mitglied im Team der Pfarrer gebraucht wird. eng