Sandhofen

Sandhofen Vertreterversammlung der Volksbank / Trotz schlechter Rahmenbedingungen mit Geschäftsjahr zufrieden

Vorstand kritisiert „Regulierungswahn“

„Was einer nicht schafft, das schaffen viele“: Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Volksbank Sandhofen eG begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaftsbank, Wolfgang Guckert, im PX de Dom in Sandhofen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Polizei, Banken und weiteren Institutionen. Die Versammlungsleitung oblag dem Vorstandssprecher, Direktor Manfred Baumann.

Ihre Erfolgsgeschichte habe die Volksbank Sandhofen im abgelaufenen Geschäftsjahr fortschreiben können, hieß es – trotz schlechter Rahmenbedingungen und dem weiter anhaltendem niedrigen Zinsniveau. Das Genossenschaftsmodell sei nachhaltig erfolgreich.

Höhere Einlagen

Die Entwicklung der Geschäftsvolumina habe gezeigt, dass die Menschen die Bank als fairen Partner schätzten. Im Kreditgeschäft konnte ein organisches Wachstum in Höhe von 7,8 Millionen Euro erzielt werden. Verwaltet hat die Volksbank Sandhofen rund 199 Millionen Euro für die Anleger und konnte sich so über einen Anstieg von 3,1 Millionen Euro freuen. Zufriedenstellend sei die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr gewesen, wobei sich der Zins- und Provisionsüberschusses hierbei positiv entwickelte.

„Wenn wir uns jetzt nicht wehren, wird unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ebenso sterben wie das der Sparkassen. Und dann gibt es nur noch die großen systemrelevanten Banken, die die nächsten Schäden und Krisen produzieren. Es ist Zeit zu handeln – bitte helfen Sie uns und sich selbst“: Diese Worte richtete Direktor Thomas Fleck bei seinem Bericht des Vorstandes an die Politik. „Wir fordern, dass unsere Politiker ihren Einfluss nutzen, um den Regulierungswahn der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde zu stoppen.“

Fleck forderte weiter den Erhalt des deutschen Drei-Säulen-Systems mit Volks- und Raiffeisen-, Privatbanken und den Sparkassen: „Wir fordern auch ausdrücklich den Schutz der mit uns im Wettbewerb stehenden Bankengruppen, wie zum Beispiel die Sparkassen. Wir fordern, dass eine europäische Einlagensicherung im Rahmen der Bankenunion mit aller Macht verhindert wird“, schloss Fleck seine Rede.

Turnusgemäß wurden die Aufsichtsräte Jürgen E. Wolf und Wolfgang Guckert wiedergewählt. Den Aufsichtsrat führt weiterhin als Vorsitzender Wolfgang Guckert. Nach der für die Bank erfolgreich verlaufenen Mitgliederversammlung waren alle Anwesenden zum Büffet eingeladen. eng