Sandhofen

Sandhofen Monika Kattermann informiert bei Katholischer Frauengemeinschaft über Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit

„Wertschätzung gehört dazu“

Archivartikel

Gemeinsam frühstücken und sich über Gott und die Welt austauschen – das konnten mehr als 60 Frauen. Die Ortsgruppe Sandhofen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hatte in das Gemeindehaus von St. Bartholomäus in Sandhofen zu ihrem traditionellen Frauenfrühstück eingeladen.

Das erste Frühstückstreffen der kfd-Frauen fand 2013 statt, und seitdem erfreut es sich großer Beliebtheit. Neben einem vielfältigen und liebevoll angerichteten Buffet unter der Federführung von Waltraud Seitz erwartet die Damen auch immer ein interessanter Vortrag, der dieses Mal unter dem Thema „Arbeit und Gesundheit“ stand.

Bei ihrer Begrüßung informierte die kfd-Vorsitzende Christa Schwemlein die anwesenden Frauen über den Verband und die sozialen Projekte, die von dieser Gemeinschaft unterstützt werden. Monika Bucher und Bettina von Saporski-Wiemers, beide seit vielen Jahren engagierte kfd-Frauen, stimmten die Besucherinnen im Anschluss musikalisch ein.

Engagement bei Telefonseelsorge

Nach dem Frühstück gehörte der Referentin Monika Kattermann die Bühne. Sie ist selbstständige Unternehmerin und leitet einen mittelständischen Betrieb in Heddesheim. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge Rhein-Neckar, wo sie seit mehr als 15 Jahren Erfahrungen in allen Fragen des privaten sowie beruflichen Lebensalltags sammelt. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching.

Ihren Vortrag „Was hält uns gesund?“ eröffnete sie mit verschiedenen Definitionen über Gesundheit, zum Beispiel von Sigmund Freud: „Gesundsein heißt lieben und arbeiten können“ – oder von Thomas von Aquin: „Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung. Und sie gedeiht mit der Freude am Leben.“

Danach wandte sie sich dem Kohärenzgefühl, einem zentralen Aspekt der Gesundheit, zu: Um sich bei der Arbeit wohlzufühlen, brauchen Menschen nach ihren Worten vor allem das zuversichtliche Gefühl, dass ihre Arbeit für ihr eigenes Leben sinnvoll und verstehbar ist und die Anforderungen zu bewältigen sind.

Kattermann verwies auf die Schwierigkeiten innerhalb des Gesundheitssystems mit seinen strikten Vorgaben von Zeiteinheiten, die Menschen an ihre physischen und psychischen Grenzen führten. Wie wichtig Lob, Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung für die menschliche Gesundheit sind, war ebenfalls Thema des Vortrages. Die Referentin betonte, dass das, was für bezahlte Arbeit gilt, selbstverständlich ebenfalls für das unbezahlte Ehrenamt zutreffe. Auch ehrenamtliches Engagement könne bei Fehlen der genannten Voraussetzungen in einem Burnout enden.

„Bemerkenswert waren die vielen Wortbeiträge“, befand Vorsitzende Schwemlein. So berichteten die Teilnehmerinnen über ihre letzten motivierenden Erfahrungen bei der Arbeit, egal ob als Hausfrau und Mutter, im Ehrenamt oder Beruf. red